Malsburg-Marzell Weidesaison lief besser als erwartet

SB-Import-Eidos
Regen machte die Weiden wieder grün. Foto: Kanmacher

Malsburg-Marzell (kn). Nach außerordentlich trockenen Frühlings- und Sommermonaten ging mit dem Weideabtrieb in Kaltenbach eine Saison zu Ende, die letztlich als durchaus noch zufriedenstellend und fast überall normal lang beurteilt wurde.

Bekanntlich hatten die Verantwortlichen der Weide- und Landschaftspflegeverbände im Spätsommer angesichts der Trockenheit fast überall schon das frühe Ende des Weidejahrs im September befürchtet, doch „retteten“ die dann einsetzenden starken Niederschläge in den meisten Bereichen die Saison.

150 Tage auf der Alm

Einen einheitlichen „Almabtriebs-Termin“ für die mehr als 200 Weidetiere auf den Flächen im Gemeindegebiet gibt es allerdings nicht: Angepasst an den unterschiedlichen Grasbestand in den Gebieten endet die Saison auch zu unterschiedlichen Terminen. So war auf den trockenen Weiden in Lütschenbach bereits am 3. September das Ende angesagt, im benachbarten Kaltenbach erst am 15. Oktober.

Von durchschnittlich 150 Weidetagen geht man aus, eine Zahl, die auch in Marzell gut erreicht wurde. Dort wurden die meisten Tiere beim Abtrieb gewogen und die Gewichtszunahme während der Saison ermittelt. Besonders stark, so Gerold Kiefer vom Weide- und Landschaftspflegeverband Marzell, seien die Zunahmen bei den acht vom Verband betreuten Bullen mit durchschnittlich einem Kilo pro Weidetag gewesen. Der „Spitzenreiter“ brachte sogar 177 Kilogramm mehr auf die Waage als beim Auftrieb im Mai.

Hock der Warte und Helfer

Das Weidevieh kommt vorwiegend aus der Ebene und ist sogenanntes Gastvieh. Wichtiger noch als die Gewichtszunahme ist für die Weideverbände aber die Gesundheit der Tiere.

Natürlich ist der Abtriebs-Termin für die Weidewarte und Helfer, die das ganze Jahr über ihre Arbeit für eine geringe Entschädigung verrichten, ein Tag, den man mit einem „Abschlusshock“ feiert.

Als besonders erfreulich wird beurteilt, dass auch gerade jüngere Einwohner der Berggemeinde sich im Weidebetrieb engagieren.

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