Malsburg-Marzell Weltmeister im Ausbüchsen

Rundum gelungen: Das Geißenfest geriet zum Publikumsmagneten – mit dabei das „Füürwehrchörli Chander“. Foto: Ines Bode

Malsburg-Marzell - Mit Fug und Recht verweisen die Veranstalter des legendären Geißenfests auf die Einmaligkeit im Kandertal, die sich vor allem in der schmackhaften Verköstigung zeigt – und als Folge des guten Rufs waren erneut alle Plätze der Festwirtschaft besetzt.

Viel Trubel bot sich wie gewohnt rund ums Bürgerhaus in Edenbach, eine beliebte Stätte, die dem Verein „Geissenhalter Hinteres Kandertal“ viele Jahre als Schauplatz diente. Die nächste Auflage werde aber wohl zurück an den urigen Steinbruch in Lütschenbach kehren, teilt Patrick Leuger mit. Einer der Hauptgründe sei, dass die Züchter dort weit mehr Tiere präsentieren können. Bekanntlich gilt es, die eigenen Überbestände abzubauen, und lebende Geißen respektive Geißlein an den Mann zu bringen. Die rückläufigen Zahlen schreibe man dem Umstand zu, dass in Edenbach nur Platz für wenige Gatter sei.

Gleichwohl waren diese am Sonntag umlagert, kleine und große Tierfreunde begutachteten das muntere Treiben der Vierbeiner „Im Ausbüchsen sind sie Weltmeister“, lacht Leuger, als ein Zicklein durchs handbreite Raster entwischt, mitten hinein in die nächste Geißensippe. Keine zwei Minuten später trieb der Instinkt das Jungtier zurück in den Schoß der Familie.

Apropos: Sohn Patrick bekam einen Wink von Vater Manfred Leuger, Vorsitzender der Geißenhalter. „Du bist der Vize“, rief der Vereinschef dem Sohn zu als die Presse aufkreuzte – um von dannen zu eilen.

In den Startlöchern standen nämlich schon die Sangeskollegen vom „Füürwehrchörli Chander“ um Obmann Hermann Sprich, Gitarrist Sepp Wehrle und Harmonikaspieler Max Sütterlin. Dieser griff beherzt in die Tasten, was die sonore Sängerschar zu Höchstleistungen animierte. In Folge dessen erschallte weithin vernehmbar ein stimmstarkes Repertoire inklusive der Hymne: „Mir sin vo de Füürwehr“. Das Publikum zollte gebührenden Applaus, bestellte noch ein Gläschen, stattete später der Kaffeestube einen Besuch ab.

Komplett verputzt war bereits das beliebte Geißen-Gulasch, 40 Kilo füllte der Kessel, der rein optisch nicht heraussteche, geschmacklich indes nicht zu toppen sei. „Den gibt’s nur bei uns“, klärte Nadine vom Küchenteam auf, und in der Tat bietet das Pendant, das Geißenfest Schöneberg, vieles an – aber kein herzhaftes handgemachtes Ragout.

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