Malsburg-Marzell Zustimmung zum Verkauf der Sportanlage

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Das Clubheim der Sportfreunde Marzell Foto: Kanmacher

Malsburg-Marzell (kn). Um die Zukunft der weitläufigen Sportanlage der Sportfreunde Marzell unterhalb des Lipples ging es am Samstag bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung des Fördervereins der Sportfreunde, der nach dem Zusammenschluss der Fußballvereine im oberen Kandertal Rechtsnachfolger der Sportfreunde ist. Dabei stimmten die anwesenden Mitglieder einstimmig einem möglichen Verkauf der Anlage zu.

Die Vorsitzenden Torsten Klein und Markus Kühner sowie Vorstandsmitglied Harald Osswald berichteten den anwesenden Mitgliedern, dass der derzeitige Clubheimwirt des FC Kandern sein Interesse daran geäußert habe, das Sportgelände einschließlich Clubheim zu erwerben. Schon lange hätte sich der Vorstand des Fördervereins die Frage gestellt „Was machen wir mit Clubheim und Platz?“. Seit sich der Sportbetrieb der Sportgemeinschaft auf den neuen Kunstrasenplatz in Malsburg konzentrierten, würden Platz und Clubheim in Marzell nicht mehr benötigt, im Gegenteil, die Unterhaltung der Anlagen sei mit einem jährlichen Aufwand von mehreren tausend Euro verbunden. Deshalb sei man gerne in die Gespräche mit dem möglichen Investor aus Kandern eingestiegen, der auch daran denke, im sanierungsbedürftigen Clubheim ein gastronomisches Angebot zu machen.

Der Interessent habe – mit positiven Ergebnissen – auch schon entsprechende Gespräche mit Landratsamt und Gemeinde geführt. Als mögliche Kaufsumme sein ein mittlerer fünfstelliger Betrag im Gespräch. Auf den Förderverein, so Klein, kämen im Verkaufsfall eventuell geringe Forderungen auf Rückzahlung von Sportfördermitteln zu. Die steuerlichen Fragen seien weitgehend geklärt.

Verkaufserlös für Jugendarbeit

Der aktuelle Zustand sei unbefriedigend, an einem Verkauf führe kein Weg vorbei, war in der folgenden Aussprache der rund zwanzig anwesenden Mitglieder die einhellige Meinung, die dann auch im einstimmigen Votum über den möglichen Verkauf ihren Ausdruck fand. Ein erforderlicher Kaufvertrag müsse sorgfältig und nach Möglichkeit mit anwaltlicher Beratung ausgearbeitet werden, um den Verein gegen alle Eventualitäten abzusichern. Es wurden auch schon verschiedene Vorschläge über die Verwendung des möglichen Verkaufserlöses gemacht: Der Löwenanteil solle in die Jugendarbeit fließen, äußerte Sven Szczurek. Anwesend waren bei der Sitzung mit Uli Wetzel und Dieter Längin auch Vertreter des Hauptvereins.

Auf der Marzeller Sportanlage unterhalb des Lipples wurde nach umfangreichen Bauarbeiten erstmals 1969 auf einem Hartplatz gespielt. Um den Platz in einem hochmoorartigen Gelände zu schaffen, mussten 18 942 Kubikmeter Erde bewegt werden.

Zuvor wurde auf dem kleinen Sportplatz in der Ortsmitte beim Gasthaus „Sonne“ gespielt. Im Jahr 2000 hatte es der 1930 gegründete Verein Sportfreunde Marzell geschafft, weitgehend aus eigenen Kräften einen Kunstrasenplatz zu erstellen.

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