Malsburg-Marzell Zuwachs für Vogelbach

Über das mögliche Baugebiet „Rippelen“ in Vogelbach wurde jetzt im Gemeinderat gesprochen. Foto: Rolf-Dieter Kanmacher

Malsburg-Marzell - Wenn junge Familien in Malsburg-Marzell bauen wollen, soll ihnen das auch ermöglicht werden. Das hat der Gemeinderat schon des Öfteren betont. Schließlich geht es auch darum, Abwanderung zu verhindern. In dieser Woche hatten sich gleich zwei Gremien nicht zum ersten Mal mit zwei kleinen Baugebieten im Ortsteil Vogelbach zu beschäftigen.

So gab der Gemeinsame Ausschuss der Verwaltungsgemeinschaft Kandern/Malsburg-Marzell grünes Licht für eine punktuelle Änderung und erneute Offenlage des Bebauungsplans „Alte Schule“. Konkret geht es dabei um zwei Bauplätze jeweils für Einzel- oder Doppelhäuser sowie einen Bauplatz auf öffentlicher Fläche für ein Gebäude mit gemischter Nutzung.

Bebauungsplan Alte Schule

Und es sieht gut aus für eine baldige Umsetzung. Stadtplaner Peter Egi jedenfalls erklärte der Versammlung, dass von Bürgerseite keine Anregungen eingegangen seien. Vom Landratsamt lag lediglich eine eher allgemein gehaltene Abhandlung zu Landwirtschaft und Naturschutz vor.

Egi jedenfalls sah in den drei Häusern eine Ergänzung der vorhandenen Siedlungsstruktur. Diese würden zwar exponiert liegen, jedoch solle durch entsprechende Festsetzungen im Bebauungsplan den örtlichen Bautraditionen Rechnung getragen werden. Das Landschaftbild werde durch drei weitere Häuser nicht zerstört. Und auch artenschutzrechtlich lägen keine Bedenken vor, eher könnte sich die Artenvielfalt durch die späteren Gärten noch erhöhen, vermutete Egi.

Bebauungsplan Rippelen

Derweil wird im Gemeinderat schon über ein weiteres kleines Baugebiet in Vogelbach gesprochen. Gut ein Dutzend Zuhörer waren zur jüngsten Sitzung gekommen, bei der Bürgermeister Mario Singer über den aktuellen Sachstand zu der ins Auge gefassten Erstellung eines Bebauungsplans im Gewann Rippelen in Vogelbach informierte.

Die Frist für einen Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan im vereinfachten Verfahren laufe erst zum Jahresende ab, informierte Singer. Er verwies auf vielversprechende Gespräche mit den betroffenen Grundstückseigentümern sowie auf positive Signale von Seiten der Baurechtsbehörde.

Seine grundsätzlich ablehnende Haltung zur ins Auge gefassten Bebauung des Bereichs äußerte Gemeinderat Albert Gothe, der auch Widerstand von Seiten des Naturschutzes erwartet. Wie mehrere Wortmeldungen anderer Gemeinderatsmitglieder zeigten, wird diese Auffassung von der Mehrheit nicht geteilt.

Die Baumöglichkeiten in der Gemeinde seien ohnehin knapp bemessen. Wenn Realisierungschancen für ein kleineres Baugebiet vorhanden seien, sollten diese Möglichkeiten ausgeschöpft werden, sagte André Hintenaus.

Bürgermeister Singer verwies auf die Gestaltungsmöglichkeiten der Gemeinde. Eine naturschutzrechtliche Prüfung werde derzeit vorgenommen, erklärte er.

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