Maulburg Auf arsenhaltige Erde gestoßen

Eine höhere Aushubmenge entstand bei den Arbeiten für die Campus-Außenanlage.                                                                                                                                                                                                                                                                              Foto: Christoph Schennen Foto: Markgräfler Tagblatt

Der Gemeinderat hat den Auftrag für die Gestaltung der Außenanlagen (Landschaftsbau) des Bildungs- und Betreuungscampus an den einzigen Bieter, eine Firma aus Steinen, vergeben. Die Auftragssumme beläuft sich auf fast 56 000 Euro.

Maulburg (chs). Seine Zustimmung gab das Gremium auch für eine Nachtragsforderung einer Rottweiler Firma. Offen verbaute Lüftungsrohre im Betreuungs- und Bildungscampus wurden anders als anfangs vorgesehen von dieser Firma verkleidet, mehr Lüftungsgitter mit Sonderlackierung eingesetzt, und das Untergeschoss musste aufgrund von Niederschlägen abgesaugt und getrocknet werden. Ein Lüftungsbauer musste Durchbrüche von schwer zugänglichen Brandschutzklappen ausmörteln. Auch die Änderung des Sanitärbereichs der Kindertagesstätte verursachte Mehrkosten. Die Nachtragsforderung beträgt 26 375 Euro.

Ein weiterer Nachtrag ist entstanden durch eine falsche Einschätzung eines Bauunternehmens, wie es hieß. Bei der Außenanlage der Schule des Bildungscampus wurde von einem Aushub von 750 Tonnen ausgegangen. Der richtige Wert beträgt aber 3400 Tonnen. Die höhere Aushubmenge resultiert aus dem ursprünglich nicht vorgesehenen Austausch des Unterbaus auf dem unteren und oberen Schulhof. Er ist arsenhaltig und bestand unter anderem aus Bitumen und ist als Belag für Schwerfahrzeuge (Feuerwehr, Müllabfuhr) nicht geeignet. Bei den neu gepflasterten Fußwegen und der Zufahrt von der Breitmattstraßé her musste der gesamte Unterbau ausgewechselt werden. Außerdem waren drei Beprobungen notwendig, um den Aushub in die richtige Qualitätsstufe Z1.1 beziehungsweise Z1.2 einordnen zu können. Die Entsorgung von Z1.1- und Z1.2-Material ist aufgrund mangelnder Endlagerstätten teuer. Die Nachtragsforderung beträgt 45 384 Euro und kann durch Mitteleinsparungen nicht ausgeführter Maßnahmen gedeckt werden.

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