Maulburg Auf einem guten Weg an die Spitze

Christoph Schennen
Max Kähny und seine Parnterin Bianka Köhler. Foto: Christoph Schennen

Gut acht Jahre ist es her, da hat eine Freundin seiner Mutter Melanie Max Kähny auf den Geschmack gebracht. Damals machte er seine ersten Gehversuche auf der Kunsteisbahn im Schweizer Rheinfelden und war sofort Feuer und Flamme.

Von Christoph Schennen

Maulburg . Für Max Kähny geht es in diesem Jahr darum, den Sprung in den Junioren-Nationalkader der Schweiz zu schaffen. Der Eistänzer aus Maulburg ist weiterhin sehr ehrgeizig, was sein Hobby angeht.

„Er ist auf gutem Weg nach oben“, sagt seine Trainerin Cassandra Nyerges. „Er hat gute Skating-Skills und ist energetischer und schneller geworden. Max Kähny ist groß und kann seine Partnerin leichter heben als kleinere Jungs.“ Nyerges hat früher Eiskunstlauf und Eistanz betrieben, an nationalen Meisterschaften teilgenommen und Podestplätze erreicht.

Seit einem Jahr trainiert der Maulburger mit Bianka Köhler, die diesen Monat 15 Jahre alt geworden ist und mit dem Eistanz begonnen hat, als sie Max kennengelernt hat.

Weil Bianka Schweizerin ist, kann das Duo an den Schweizer Meisterschaften im Paarlaufen teilnehmen. Das deutsch-schweizer Duo hat es bisher in den interregionalen Kader geschafft.

Derzeit bereiten sich die Jugendlichen auf die nächste Wettkämpfe vor: den Swiss Cup Ende Januar und die Schweizer Meisterschaften Mitte Februar. Besteht das Eistanz-Paar die Prüfungen beim Swiss Cup, kann es sich für den Nationalkader anmelden.

Cassandra Nyerges sagt, dass die beiden noch etwas trainieren müssen, um auch die zweite Prüfung zu bestehen. Die junge Studentin gleitet beim Training geschmeidig über die Eisbahn, schwingt ihre Arme und zeigt dem Eistanzpaar, wie es seine Technik verbessern muss, um bei Wettbewerben erfolgreich zu sein. Nyerges sagt: „Eistanz ist die Disziplin, wo am meisten Präzision gefragt ist.“ Sie ruft den Jugendlichen zu: „Ihr werdet nur erfolgreich sein, wenn ihr zusammenkommt.“ Ihrer Einschätzung nach vergeht viel Zeit, bis sich die Partner gut kennen und der eine Partner weiß, wann sich der andere dreht. Max und Bianka müssten ein Gespür für die nächste Bewegung des Partners entwickeln. Neben Nyerges trainiert der ehemalige Eistänzer David Vincour den Maulburger. „Einmal wöchentlich bessert er feine Fehler aus“, sagt Kähny.

Max Kähny ist nahezu jeden Tag auf der Kunsteisbahn Margarethen oder in der Eissporthalle der St. Jakob-Arena. Seine Eltern unterstützen ihren Sohn, kümmern sich um Sponsoren und holen ihn vom Training ab.

Max Kähny hat im Januar eine Lehre zum Elektriker (Haus- und Gebäudetechnik) begonnen und ist glücklich darüber, dass sein Lehrherr alles dafür tut, dass er seine Leidenschaft ausüben kann. Bianka wohnt in Thun und ist Schülerin auf einem Gymnasium.

Vater Michael wünscht sich, dass sein Sohn später mal Eistanz-Trainer wird, wenn die internationale Eistanz-Karriere nicht gelingen sollte. Max hat da bereits erste Erfahrungen gesammelt und fungiert als „verlängerter Arm“ eines Trainers, der Kinder betreut, die ihre erste Läufe auf dem Eis machen.

Max Kähny und Bianka Köhler äußern sich nicht eindeutig über ihre mittelfristigen Ziele, wer die beiden aber mal beim Training beobacht hat, erkennt, dass sie beide sehr ehrgeizig sind. Diesen Eindruck teilt auch Cassandra Nyerges. „Beide sind motiviert und bissig“, sagt die gebürtige Ungarin. Sie bescheinigt dem Paar ein „großes Potenzial“.

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