Maulburg „Die Kinder sind die Konstrukteure ihres Lebens“

Ein Geschenk für die Kinder nennt Ulrike Trinler, Leiterin der Kindertageseinrichtung in der Neuen Straße in Maulburg, den Erweiterungsbau auf dem Campusgelände.

Von Harald Pflüger

Maulburg. Sie sind näher zusammengerückt, Schule und Kindertageseinrichtung (Kita). Verbindendes Glied ist die neue Mensa. Während diese schon funktionsfähig ist, wird es noch etwas dauern, bis der Erweiterungstrakt der Kita von den Mädchen und Jungen in Beschlag genommen werden kann. Was fehlt ist erstens noch das Mobiliar – das muss noch ausgeschrieben werden – und zweitens das Personal. Die Suche nach Fachkräften läuft.

Es fehlt noch Personal

Wer sich entschließt, in der Kindertageseinrichtung Neue Straße eine Stelle anzutreten, den erwartet eine von sechs auf sieben Gruppen gewachsene Einrichtung und wird Teil eines Teams von 30 Erzieherinnen, bei dem vor allem eines im Mittelpunkt steht – das Wohl des Kindes.

Noch spielt sich das Leben im Altbau der Kindertageseinrichtung ab, die nach Bezug der neuen Räume einen neuen Namen erhalten wird: Kita Wiesental, in Anlehnung an die Wiesentalschule.

Die Kindertageseinrichtung und mit ihr die neuen Räume mit ihrer fröhlichen Farbgebung werden künftig durch einen neuen Haupteingang betreten.

Großzügige Räume

Doch nicht nur für die Mädchen und Jungen wird sich dann eine neue Erlebniswelt erschließen, für das Team um Kita-Leiterin Ulrike Trinler wird es neue und vor allem großzügig geschnittene Büroräume geben. Schön findet Ulrike Trinler den direkten Kontakt zur Schule, deren Garten ihre Schützlinge künftig mitbenutzen dürfen.

Apropos gemeinsam. Zusammen mit den Schülern der Wiesentalschule nutzen die Kindergartenkinder die neue Mensa. Allerdings optisch abgetrennt von den Größeren und zu anderen Essenszeiten. Essen, sagt Ulrike Trinler, ist für die Kinder mehr als Nahrungsaufnahme. Ihnen wird auch Esskultur vermittelt. Gesunde Ernährung und Bewegung, das ist dem Team um Ulrike Trinler wichtig.

„Die Gemeinde hat hier viel investiert für die Entwicklung der Kinder“, freut sich Ulrike Trinler, die in das Campus-Projekt unmittelbar involviert war und als Leiterin der Kindertagesstätte an unzähligen Besprechungen teilgenommen hat. „Es macht Spaß, etwas mit aufzubauen“, sagt Ulrike Trinler beim Rundgang durch den neuen Trakt. Um ihr Luft zu verschaffen, hat die Gemeinde die       Stellvertreterstelle vorübergehend auf 100 Prozent aufgestockt.

Zurück von der Mensa in den Kita-Trakt geht es über Treppen (oder Lift) durch großzügig gestaltete Flure. Im Untergeschoss der Einrichtung befinden sich die Funktionsräume. Sie umfassen unter anderem Bewegungsräume – je einer für Kinder unter und über drei Jahren – , Musikzimmer (das auch für die Kooperation mit der Musikschule genutzt wird), Atelier und Labor (in denen die Arbeit auch einmal liegen bleiben kann, um am anderen Tag fortgesetzt zu werden).

Eigener Kosmos

Hier können sich Kinder in ihrem eigenen Kosmos bewegen, Neues entdecken und erforschen. Und für den Mittagsschlaf steht jeder Gruppe ein eigener Schlafbereich zur Verfügung.

„Wir räumen dem freien Spiel hohe Bedeutung ein, weil wir davon überzeugt sind, dass Spielen Kindern am besten ermöglicht, die Welt um sich herum...zu begreifen“, heißt es deshalb auch folgerichtig auf der Internetseite der Kita.

„Die Kinder sind die Konstrukteure ihres Lebens, wir Erzieher begleiten und unterstützen sie“, sagt Ulrike Trinler damit viel über die Philosophie der Einrichtung. An der soll sich auch durch das Wachstum nichts ändern. Die Kita wächst nämlich von sechs auf sieben Gruppen: vier Gruppen für Kinder über drei Jahren, und drei (bisher zwei) Gruppen für Kinder unter drei Jahren, so genannte Krippenplätze.

Seit dem Spatenstich im April 2017 haben die Kinder mit ihren Erzieherinnen den Baufortschritt hautnah verfolgen können. Sie durften sogar selbst Hand anlegen beim Gestalten. Eine Herausforderung ist jetzt, den Neubau mit Leben zu füllen. Die Erweiterung der Kita bringt nicht nur für die Kinder. sondern auch für die Erwachsenen eine Umstellung mit sich.

Es wird ein Prozess, in den Kinder    und Erzieherinnen hineinwachsen müssen, sagt Ulrike Trinler. Begleitet werden sie dabei von externen Beratern, bei der Teambildung von einer Diplom-Psychologin und bei der Konzeptbegleitung vom Zeller Institut für Bildung.

Ulrike Trinler ist dankbar, dass die Gemeinde der Einrichtung 15 Prozent mehr Personal bewilligt als eine Einrichtung dieser Größe benötigt und so ihre Wertschätzung ausdrückt.

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