Maulburg Die Neugier am Forschen wecken

Einsatz für die Vermittlung naturwissenschaftlicher Basiskenntnisse an Kinder: Bruno Sahner, Meike Kosfeld-Bergauer, Angelika Dölle-Wichmann und Bürgermeister Jürgen Multner (von links).                                                                                                                                                                                                                                                                Foto: Hans-Jürgen Hege Foto: Markgräfler Tagblatt

Als „Anerkennung ehrenamtlich geleisteter Arbeit“ gedacht sind die finanziellen Hilfen, mit denen die Bürgerstiftung unter Vorsitz von Bürgermeister Jürgen Multner vor allem Bürgern in Not und sozial tätigen Einrichtungen unter die Arme greift, deren Engagement weitestgehend oder ausschließlich über Spenden finanziert wird.

Von Hans-Jürgen Hege

Schopfheim. Eine solche Einrichtung ist das „Schülerlabor“, das vor zehn Jahren auf Anregung von Christine Spiekermann und Annemarie Weber im „Dorfstübli“ eingerichtet wurde und seitdem pro Jahr rund 500 Schüler aus den Wiesentäler Grundschulen für naturwissenschaftliche Experimente „mit Feuer, Wasser, Luft, Schall und Lebensmitteln“ begeistert und über „viele andere kleinere alltägliche Dinge“ spricht. Es gebe noch immer Kinder, die keine Marienkäfer kennen und noch nie Mistkäfer gesehen haben.

 2000 Euro überreichte Jürgen Multner als Vorsitzender des Stiftungsvorstandes an Angelika Dölle-Wichmann und Meike Kosfeld-Bergauer, zwei Vertreterinnen des Labors, in dem drei Chemikerinnen und eine Biologin ihr Wissen an ihre Schützlinge weitergeben.

„Wir wollen den Kindern, aufgeteilt in Gruppen mit acht bis zehn, jetzt wegen Corona runtergebrochen auf sechs, Grundlagen der Naturwissenschaften vermitteln und ihre Neugier am Forschen wecken“, betonte Angelika Dölle-Wichmann. Dabei werde großer Wert gelegt auf „selbstständiges Arbeiten“ nach Skripten, die natürlich mitgenommen werden sollen als Basis weiterer Experimente zu Hause oder an den Schulen.

 Auf Spenden sei das Labor weiter dringend angewiesen. Der Unkostenbeitrag von zwei Euro pro Schüler reiche nämlich nicht annähernd aus, um die Unkosten zu decken.

Das haben längst auch schon große Firmen wie Busch oder Endress + Hauser erkannt. Auch sie beteiligen sich immer wieder mal an dem Projekt, auch wenn alle aktuell wegen der Pandemie „einige andere Probleme“ haben.

Jürgen Multner indes, dem die beiden Laborantinnen nicht nur für den Zustupf, sondern auch dafür dankten, „dass uns die Gemeinde immer mit Rat und Tat zur Seite steht“, glaubt, dass es im Interesse der Firmen liege, naturwissenschaftliches Engagement zu fördern.

Bruno Sahner bat schließlich darum, auch im Labor auf Nachhaltigkeit im Umgang mit der Natur und mit Lebensmitteln zu drängen. Und Meike Kosfeld-Bergauer kündigte mit ihrer Kollegin an, dass man jetzt „corona-unabhängig“ vorhabe, künftige Experimente soweit möglich „in die Natur zu verlegen“.

 Natürlich sind nicht nur Einrichtungen wie das Schülerlabor, sondern auch die Bürgerstiftung selbst auf Spenden angewiesen, um „Bürgern und Organisationen“ zeitnah und sinnvoll helfen zu können.

Wer dieses Engagement gut findet und einen Beitrag dazu leisten möchte, darf gerne spenden. Überweisungen werden erbeten an „Bürgerstiftung Maulburg“ auf das Konto DE 4268 3915 0000 7233 0803 bei der VR-Bank Schopfheim Maulburg. Wer zweckgebunden wie im Fall des Schülerlabors spenden möchte, sollte die Überweisung mit dem Vermerk „Schülerlabor“ versehen.

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