Maulburg Die Zitadelle des Festungsbaumeisters

In der Region Saint Emilion. Foto: zVg Foto: Markgräfler Tagblatt

Maulburg Ohne Furcht, sich mit dem Coronavirus anzustecken, unternahmen 35 Personen mit der Maulburger Reisegruppe eine Flusskreuzfahrt in Südfrankreich. Bruno Sahner hat die Reise dokumentiert. Heute lesen Sie den zweiten Teil unserer dreiteiligen Serie.

Am darauffolgenden Tag erreichte die Reisegruppe die früher strategisch wichtige Stadt Blaye. Die Burg der Stadt wurde immer wieder zerstört, bis Sonnenkönig Ludwig XVI. den Militärarchitekten Sébastien Vauban beauftragte, eine neue Zitadelle zu bauen.

Das auf der gegenüberliegenden Flussseite liegende Fort Pâté schützte Bordeaux seitdem vor feindlichen Angriffen. Versenkte Schiffe können heute noch in der Gironde gesehen werden. Noch heute ist die Gironde die Lebensader des weltweit größten zusammenhängenden Weinbaugebiets für Qualitätsweine.

Bei einer Rundfahrt konnte die Gruppe verträumte Gärten, Häuser und Ortschaften bewundern. In Bourg an der Dordogne fand dann ein Spaziergang durch die Altstadt statt. Viele Blumen waren in voller Blüte.

Nicht nur als Quellader für den Wein, sondern auch mit großem Fischreichtum besticht die Gironde. Diese sichert den Fischern, die hier aus den Fischerhütten mit dem Fischernetz Fischfang betreiben, einen guten Fang. Trotz Brackwasser bietet die Gironde vielen Fisch- und Vogelarten guten Lebensraum. Nach der Rundfahrt besuchte die Reisegruppe die unbeschädigte Citadelle – sie steht auf der Unesco-Liste des Weltkulturerbes. Am Nachmittag ging es auf der Gironde - mit 685 Quadratkilometern Oberfläche ist sie der größte Mündungstrichter Europas – bis zur Stadt ­Royan. An den Abhängen des Kalksteingeländes gibt es noch heute bewohnte Höhlen.

Der Weg führte dann wieder zurück nach Blaye, wo das Schiff bis zum nächsten Tag anlegte. Früh am Morgen des nächsten Tages fuhr das Schiff weiter auf der Dordogne bis nach Libourne, von wo aus eine Busrundfahrt durch die Region Saint Emilion erfolgte. In dieser Region ist die Merlot-Traube zuhause. Zwei Appellationen sind hier besonders bekannt, nämlich Saint-Emilion und Saint-Emilion Grand Cru.

Zurück auf dem Schiff in Bourg, sollte dann der Galaabend stattfinden, ehe es am nächsten Tag zurück nach Bordeaux gehen sollte. Dort fand nachmittags ein Stadtrundgang und -rundfahrt statt.

Die in den letzten Jahren stark gewachsene Stadt verfügt über modernste Verkehrsmittel – mit dem neuen TGV wird Paris in zwei Stunden erreicht. Zudem macht eine neue Hubbrücke Kreuzfahrtschiffen den Weg frei. Die Altstadt glänzt mit wunderschönen alten Gebäuden sowie der Oper. Die Stadt wird von der Kathedrale St. Andre, Sitz des Erzbistums und Sakralbau, flankiert.

Wird fortgesetzt.

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