Maulburg „Eine absolute Win-Win Situation“

Die Auszubildenden stellten in Freiburg ihren höhenverstellbaren Tisch vor – dafür gab’s den dritten Platz.Foto: zVg Foto: Markgräfler Tagblatt

Junge Menschen probieren sich gerne aus und suchen die Herausforderung. So auch die Auszubildenden von Endress+Hauser am Standort Maulburg im Rahmen des 55sten „Jugend forscht“-Wettbewerbs.

Maulburg. Bei der Veranstaltung in Freiburg drehte sich alles um das Motto „Schaffst Du“. Die Auszubildenden vom Endress + Hauser-Standort in Maulburg hatten sich für den Themenbereich Arbeitswelt entschieden und gingen mit einem höhenverstellbaren Produktionstisch ins Rennen – ähnlich wie die elektronisch verstellbaren und flexibel einsetzbaren Tische, die bereits von den Büroangestellten verwendet werden.

Die standardmäßige Steuerung dieser Tische werde durch die Verwendung eines Arduino-Mikrocontrollers ersetzt, der als Rechenchip fungiert und die Bewegungen ausführt, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens.

Die Körpergröße wird von einem zusätzlichen Gerät, einer Art Größen-Terminal, gespeichert. Diesen hat der Nachwuchs von Endress + Hauser selbst entwickelt und ebenfalls einen Arduino und ein RFID-Schreibgerät verbaut. Die Komponenten sind in einem so genannten 3D-Druck-Gehäuse untergebracht.

Wird die Karte nun an das RFID-Lesegerät gehalten, berechnet eine entwickelte Formel die Steharbeitshöhe des Mitarbeiters. Die Datenübertragung zur Identifizierung erfolgt mit Hilfe elektromagnetischer Wellen.

Nach einer ersten Findungsphase war klar, mit welchem Projekt die drei Auszubildenden Svenja, Justus und Simon ins Rennen gehen wollten: „Wir hatten ein Jahr Zeit, im zweiten Halbjahr ging’s dann so richtig los, und wir haben uns nach den Sommerferien zweimal pro Woche zur Projektarbeit getroffen“, zieht Simon ein entsprechendes Fazit.

Unterstützung fanden die angehende Industriemechanikern und die beiden Elektroniker für Geräte und Systeme bei ihrem Ausbilder und erfahrenen Kollegen am Standort.

Zusätzlich waren die ansässigen Studenten des internen Entwicklungsprogramms „Studium Plus” eine große Hilfe und konnten speziell bei der Ausarbeitung der Elektronik ihr Fachwissen und ihre Erfahrung mit einbringen. „In Punkto Elektronik kamen wir ganz schön an unsere Grenzen und waren froh über die Unterstützung“, so Simon weiter.

Ein besonderes Augenmerk legte der Nachwuchs von Endress + Hauser darauf, eine Idee zu verfolgen, bei der eine Verbindung zum Unternehmen besteht und in der Praxis bereits eingesetzt wird: „Wir wollten uns unbedingt mit etwas beschäftigen, was sich auch hier bei uns am Standort Maulburg wiederfindet und den Mitarbeitern aus der Produktion weiterhilft“, so Svenja.

Eine große Herausforderung stellte vor allem die Programmierung der Tischsteuerung dar: „Wir sind das Thema voller Euphorie angegangen und haben unheimlich viel dazu gelernt. Besonders der Einblick in fachfremde Disziplinen und die Erstellung des 3-D-Gehäuses für die Elektronik war sehr spannend und lehrreich für den weiteren Lehrweg“, blickt die Industriemechanikern im zweiten Lehrjahr zurück.

Bei dem Regionalwettbewerb Südbaden zeigten 180 Schülerinnen und Schüler mit ihren Projekten in der Messe Freiburg ihr Können und stellten ihre Projekte zur Schau, um sich für den Landeswettbewerb Baden-Württemberg zu qualifizieren.

Gewonnen hat dieses Mal die Umprogrammierung eines Industrieroboters. Der Endress + Hauser-Nachwuchs eroberte sich den dritten Platz und zeigte sich zufrieden mit dem Ergebnis: „Wir haben ein tolles Projekt gemeinsam entwickelt und dabei viel für unser weiteres Berufsleben bei Endress+Hauser mitgenommen. Eine absolute Win-Win Situation“, lautet das einstimmige Urteil der Projektgruppe.

„Jugend forscht“ ist Deutschlands bekanntester Nachwuchswettbewerb. Ziel ist, Jugendliche für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zu begeistern, Talente zu finden und zu fördern.

Pro Jahr gibt es bundesweit 120 Wettbewerbe. Teilnehmen können Jugendliche ab der vierten Klasse bis zum Alter von 21 Jahren. Ergonomie am Arbeitsplatz wird laut Pressemitteilung bei E + H groß geschrieben.

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