Maulburg Feuerwehr sichert Trinkwasser

Markgräfler Tagblatt, 13.11.2017 17:36 Uhr

Feuerwehrleute aus weiten Teilen des Landkreises waren am Sonntagabend in Maulburg im Einsatz. Die Floriansjünger errichteten einen rund 250 Meter langen Damm aus Sandsäcken, um zu verhindern, dass Schmutzwasser aus der Wiese ins Trinkwasser gelangte.

Maulburg (ilz). Der entsprechende Abschnitt zwischen Maulburg und Schopfheim sei als neuralgischer Punkt bereits beobachtet worden, da die Gefahr bestand, dass durch das Eindringen von Schmutzwasser in das dort befindliche Werk das Trinkwasser verunreinigt würde.

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Uwe Horsching, stellvertretender Gesamtkommandant der Freiwilligen Feuerwehr Schopfheim, und Dietmar Fink, Kommandant der Maulburger Floriansjünger, hatten ein Auge auf das Gebiet. Das Regierungspräsidium hatte die sogenannte Dammaufsicht für den Bereich bereits am Vormittag angeordnet, wie Dietmar Fink berichtet. Da der Pegel der Wiese sehr hoch und noch kein Ende des Regens absehbar war, sei gegen 16.30 Uhr beschlossen worden, einen Damm aus Sandsäcken zu errichten, so Kreisbrandmeister Christoph Glaisner. Dazu seien etwa 200 Feuerwehrleute im Einsatz gewesen, unter anderem von den Wehren in Efringen-Kirchen, Kandern, Steinen und Weil am Rhein.

Man habe die Leute sehr großflächig anfordern müssen, um sicherzustellen, dass genügend Einsatzkräfte in Maulburg vorhanden waren, ohne dabei das Risiko einzugehen, zu viele Kräfte von einer einzelnen Wehr abzuziehen. Schließlich habe es in weiten Teilen des Landkreises zur selben Zeit ebenfalls viele Gefahrensituationen gegeben, berichtet der Kreisbrandmeister.

Unterstützt wurden die Feuerwehrleute in Maulburg vom THW. Das DRK und Strömungsretter des DLRG waren zur Absicherung der Einsatzkräfte ebenfalls vor Ort.

Auch die Sandsäcke wurden aus verschiedenen Orten nach Maulburg transportiert; zwischen 8000 und 10 000 Stück, schätzt Glaisner. Beim Abladen der Säcke konnten die Floriansjünger durch die Unterstützung von zwei Maulburger Unternehmen auf mehrere Radlader zurückgreifen.

„Kurz nach 18 Uhr kam dann die Prognose, dass der Niederschlag nachlässt“, berichtet Glainser. Entwarnung gab es zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht. Gegen 19 Uhr wurde der Pegelstand gemessen. Dieser war zwar noch immer sehr hoch, allerdings leicht rückläufig. Um 21 Uhr sei man sich dann sicher gewesen, dass der Schutz des Trinkwassers gewährleistet sei, so Glaisner.

Der Einsatz selbst habe noch bis etwa 22.30 Uhr angedauert. „Bis die letzten Einsatzkräfte zu Hause waren, war es aber nach Mitternacht.“

Ebenfalls als Folge des Unwetters kam es laut Polizei in dem Bereich zwischen Maulburg und Schopfheim zu überfluteten Straßen. Zwei Abfahrten der B 317, die L 139 zwischen Maulburg und Schopfheim sowie ein Radweg mussten deshalb gesperrt werden.

 
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