Maulburg Firma Busch braucht mehr Platz

Christoph Schennen
Die Erweiterungsfläche von Busch hat eine Größe von 1,62 Hektar. Davon sind 80 Prozent baulich nutzbar, 20 Prozent sollen als Grünfläche erhalten bleiben. Foto: Christoph Schennen

Stadtplaner Till Fleischer hat in der Sitzung des Gemeinderats über den Bebauungsplan „Starennest-Riegelmatt II“ informiert. Die Firma Busch will an den östlichen Fassaden der an der Feldbergstraße gelegenen Lagerhallen neue Andockplätze für Lkw und eine neue Lkw-Zufahrt errichten. Hinzu kommen ein Sprinklerbecken und 290 Parkplätze.

Von Christoph Schennen

Maulburg. Die Fläche wird eingerahmt von der über ihr verlaufenden B 317, dem Radweg entlang der Bahnlinie und den Bestandsgebäuden. Die Gemeinderäte billigten einstimmig den Vorentwurf des Bebauungsplans und die örtlichen Bauvorschriften. Zur Darlegung und Erörterung der allgemeinen Ziele und Zwecke der Planung wird nun eine vorgezogene Bürgerbeteiligung durchgeführt.

Fläche wurde Maulburg 2020 zugeschlagen

Die Erweiterung des Betriebsgeländes erstreckt sich über eine Außenbereichsfläche, für die der oben genannte Bebauungsplan aufgestellt werden muss, sagte Fleischer. Ursprünglich lag diese Außenbereichsfläche auf Schopfheimer Gemarkung. Unter anderem aufgrund zu langer Leitungswege ist eine Erschließung dieses Gebiets für Schopfheim unrentabel, so dass die Fläche im Jahr 2020 der Gemeinde Maulburg zugeschlagen wurde.

Nahrungshabitat, aber kein Wohnquartier

Ricarda Barbisch vom Büro kunz galaplan fasste die Umweltprüfung zusammen. Die Fettwiese im Gebiet sei artenarm, die beiden zu fällenden Bäume seien klein und haben einen geringen Kronendurchmesser, führte sie weiter aus.

Frösche, so Barbisch weiter, wandern nicht ins Gebiet ein; die Mauereidechsenpopulation an den Schienen könne durch einen Reptilienschutzzaun am Betreten des Baugebiets gehindert werden.

Für die Zwerg- und Mausohrenfledermäuse sei die Fläche ein Nahrungshabitat, aufgrund fehlender Bäumhöhlen oder Gebäude aber kein Wohnquartier.

Erich Potschies (Freie Wähler) befürchtete zunehmenden Lkw-Verkehr entlang der Feldbergstraße und Kollisionen mit Radfahrern.

Christof Schwald (Freie Wähler) erinnerte daran, dass der Radschnellweg hier entlanglaufen könnte.

Fleischer sieht hier keinen Engpass, wartet aber gespannt auf die Antworten der nun anstehenden ersten Anhörung, die ein anderes Ergebnis bringen könnten.

Bürgermeister Jürgen Multner meinte, das Firmen-Gelände werde eingezäunt. Die vom Gesetzgeber auf der Erweiterungsfläche vorgeschriebenen Solarpanele könnten die Pflanzung von Bäumen verhindern, beziehungsweise die Bäume könnten Schatten auf die Solarzellen werfen, gab er zu bedenken.

Stephanie Scarr (fraktionslos) hatte zuvor daran erinnert, dass entlang der Feldbergstraße eine Allee gewünscht sei. Auch fragte sie, ob nicht auf dem Busch-Gelände Bäume gepflanzt werden könnten.

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