Maulburg Gaspreise bereiten Sorgen

Christoph Schennen
Die Gemeinde Maulburg wird wohl Kredite aufnehmen müssen. Foto: Symbol-Foto: Pixabay

Der Entwurf für den Haushalt 2023 ist eingebracht worden. Über ihn wird in der nächsten Sitzung des Finanzausschusses debattiert. Kämmerer Ingo Röslen rechnet für den Ergebnishaushalt mit einem Defizit von 0,93 Millionen Euro.

Von Christoph Schennen

Maulburg. Weil die Aus- die Einzahlungen (jeweils aus Investitionstätigkeit) um 2,22 Millionen Euro übersteigen, beträgt die Änderung des Finanzierungsmittelüberschusses – bei einem Zahlungsmittelüberschuss von 0,94 Mio. Euro – minus 1,28 Millionen Euro.

Steigen werden voraussichtlich das Gewerbesteueraufkommen und der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer. Der Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer bleibt konstant. Die mit der Erhöhung der Grund- und Gewerbesteuerhebesätze erzielten Mehreinnahmen kompensieren lediglich die Mehraufwendungen bei den Energie- und Personalkosten, betonte Röslen.

Bewirtschaftungskosten verdoppeln sich

„Um das aktuelle Leistungsniveau der Gemeinde zu halten, werden mindestens neun Millionen Euro Gewerbesteuer pro Jahr benötigt“, sagte Röslen. Die Personalaufwendungen steigen erneut und erreichen voraussichtlich einen Rekordwert von mehr als sechs Millionen Euro. Dies liege am stetigen Ausbau der Kinderbetreuung, was viel Personal erfordere. Mit dem Waldkindergarten wurde auch ein neues Angebot geschaffen.

Für die Bauunterhaltung im Hochbau veranschlagt Röslen 924 400 Euro, für den Tiefbau 405 600 Euro. Einen sprunghaften Anstieg erwartet der Kämmerer bei den Bewirtschaftungskosten, die auf über eine Million Euro steigen könnten. Sorgen bereiten der Gemeinde aber nicht die Stromkosten, die aufgrund einer Preisbindung voraussichtlich nur gering steigen werden, sondern die Gaspreise, die etwa um das Sechs- bis Siebeneinhalbfache steigen.

Der Heizungsaufwand steigt um mehr als 400 000 Euro. Röslen kündigte an, dass auch in den nächsten Jahren massive Fehlbeträge entstehen werden.

Investition in Nahwärmeleitung

Er stellte auch die Investitionen für 2023 vor. Größter Posten ist die Nahwärmeleitung für Kupfergasse, Am Platz, Breitmattstraße und Höllsteiner Straße mit 675 100 Euro. Viel Geld kostet auch der Radweg Dinkelberg (600 000 Euro). Die Kosten werden vom Land aber später erstattet.

Investiert wird auch in die Sanierung von Kupfergasse und Am Platz inklusive der Dimensionsverkleinerung des Ochsenbachs (530 000 Euro), das Seniorenprojekt Köchlinstraße (300 000 Euro), den Ausbau der Regio-S-Bahn (anteilige Planungskosten; 242 900 Euro) und den Erwerb von Grundstücken (inklusive Erschließungsbeiträge Lettenweg für Gemeindeobjekte; 184 500 Euro).

Für ein Provisorium für eine Anschlussunterbringung sind 200 000 Euro eingeplant. Für das kommende Jahr plant die Gemeindeverwaltung, Kredite in Höhe von 276 600 Euro aufzunehmen.

Beim Eigenbetrieb Wasserversorgung rechnet Röslen mit einem Verlust von 96 600 Euro. Im Vorjahr wurde noch ein Gewinn von 18 700 Euro erzielt.

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