Maulburg Gespielt wird mit viel Herzblut

Einen charmant-entspannten wie unterhaltsamen Abend boten die „Country Pickers“ mit Bluegrass im Maulburger Dorfstübli. Foto: Gerd Lustig Foto: Markgräfler Tagblatt

Von Gerd Lustig

Wir haben blaues Blut in den Adern“, scherzte Paolo Dettwiler, Bandleader der Basler Formation „Country Pickers“, am Mikro. Damit meinte er natürlich nicht, dass irgendeiner des Quintetts etwa adelig sei. Vielmehr spielte er auf den Musikstil der Band an – nämlich Bluegrass, und den gespielt mit viel Herzblut.

Wer die „Pickers“ live erlebt, spürt vom ersten Ton an, dass da diese in der 1940er Jahren in den USA aufgekommene Musikrichtung förmlich gelebt wird. Spaß, Leichtigkeit und Können gehen da Hand in Hand.

Zweimal waren die Basler schon in Maulburg, und auch jetzt beim mittlerweile dritten Gastspiel im Dorfstübli entfachten sie ein echtes Feuerwerk aus Country, Folk und eben Bluegrass. „Ihr dürft in Zukunft gerne wiederkommen“, freute sich auch Tobias Hohenstatter, der Nachfolger der rund 30 Jahre als Leiterin Dorfstübli fungierenden Annemarie Weber.

Denn wohlgemerkt: So traurig, wie die Texte bisweilen im Bereich des Bluegrass sind, so erfrischend und schwungvoll kommen die Melodien daher. Der Mix passt und entpuppt sich oftmals als ansteckend, sprich: Schnell verbreitet sich die gute Laune aufs Publikum, mitunter wird mitgeklatscht und mit den Füßen mitgewippt.

Die deutsch-schweizerische Combo – Hermann Merath aus Schopfheim spielt als Banjospieler mit – serviert jede Menge virtuose Instrumentals sowie treibende Songs und auch Balladen mit mehrstimmigen Gesang. Dabei reicht die Palette der Instrumente vom Banjo und der Gitarre über Mandoline und Dobro bis hin zum Bass. An Abwechslung mangelte es nicht an diesem Abend. Stücke wie „Fox on the run“, „Hard pressed“ „Big train from Memphis“ und viele andere mehr kommen als wunderbar eingängige Melodiefolgen daher und bieten in ihrer Leichtigkeit einfach nur ungezwungenen Spaß.

In einem ersten Teil des Abends präsentierten sich zudem der Langenauer Rektor Hermann Merath und seine von ihm vor rund eineinhalb Jahren zusammengestellte Formation „Delight & more“ mit Sängerin Petra Scherle und Musikerin/Sängerin Dagmar Hohenfeld. Mit einfühlsamem Gesang und virtuosem Gitarrenspiel entführte das Trio nach Irland und ließ ein ums andere Mal das Flair der grünen Insel durchs Dorfstübli wehen.

Die in munterer Folge gespielten Liebeslieder und Folkballaden, neben der Gitarre auch mit Flöte Mundharmonika und Akkordeon begleitet, ließen die knapp 100 Zuhörer gespannt und mucksmäuschenstill lauschen.

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