Maulburg Gold-Zertifikat für „Vater Martin“

Anja Bertsch
Inhaber des Gold-Zertifikats der Post: Martin Peters. Foto: zVg

Viele Stammkunden wissen es ohnehin schon längst - nun ist’s auch offiziell: Die Postfiliale von Martin und Diana Peters - im Dorf besser bekannt unterm Namen „Vater Martin“ - ist preiswürdig – und wurde vom zuständigen Bezirksleiter dementsprechend vor wenigen Tagen mit dem „Gold Zertifikat 2021“ ausgezeichnet.

Von Anja Bertsch

Maulburg. Das Prädikat ist die höchste Auszeichnung, die die Post unter ihren Filialen vergibt.

Gewürdigt wird damit zum einen Fachwissen und Kompetenz in Sachen „Versendewesen“ und Postbank-Angelegenheiten. Zum anderen sind Kundenzufriedenheit und Service gefragt. Für die Peters gab es in sämtlichen Kategorien die höchste Punktzahl.

Bereits 2018 - im ersten Jahr, nachdem sie ihr schon lange bestehendes Spiel- und Schreibwarengeschäft um eine Postfiliale erweitert hatten – hatten sich die beiden erfolgreich um die Auszeichnung bemüht – dann aber eine Pause eingelegt: „Das macht man nicht einfach so nebenher“, erklärt Diana Peters: „Das ist eine ganz schöne Arbeit, die uns auch dieses Mal das ganze Jahr über immer wieder beschäftigt hat“.

Tatsächlich müssen diejenigen, die sich um eine solche Auszeichnung bemühen, regelrechte Prüfungen absolvieren, bei denen das Fachwissen rund um Postwesen und Finanzdienstleistungen in allen Details abgefragt wird. Welche Dokumente braucht es für eine Kontoeröffnung? Welcher Preis gilt für welches Gewicht und bei welchen Maßen? Paket oder Päckchen, Inland oder Ausland, DIN-Norm x oder y? Über 600 unterschiedliche Fragen sind es, die es da aus dem Effeff zu beantworten gilt.

Abgefragt wird das Wissen in Online-Teststrecken mit sekundenkurzen Zeitfenstern. „Schnell mal im Handbuch die richtige Antwort nachschauen ist da nicht“, schmunzelt Diana Peters. Speziell lernen mussten die Peters auf die Prüfungsfragen hin freilich ohnehin nicht: Das abgefragte Know-how gehört zum täglich Brot der beiden.

Weit übers korrekte Erledigen der postalischen Aufgaben und die komfortabel-pausenlosen Öffnungszeiten von 9 bis 18 Uhr hinaus haben Diana und Martin Peters die Abläufe rund um den Postservice optimiert, so dass die Kunden ihre Brief - und Paketgeschäfte hier deutlich schneller erledigt bekommen als üblich.

Der Clou: Die von Kunden vorbeigebrachten Briefe und Päckchen werden am Tresen fix auf die Portokosten taxiert, der Kunde zahlt - und kann gehen. Das, was beim üblichen Prozedere die meiste (Warte)Zeit kostet - Frankieren, Stempeln, Sortieren der einzelnen Posten - wird in einem zweiten Schritt abseits des Tresens erledigt, wenn der Kunde sich schon wieder verabschiedet hat. „Das funktioniert, weil wir immer im Team arbeiten und bestens aufeinander eingespielt sind“, erklärt Diana Peters.

Im Zweifel braucht’s für den Kunden den Gang in die Filiale aber auch gleich gar nicht mehr: Mit Hilfe eines umfunktionierten Altkleider-Containers haben die Peters eine kontaktfreie 24-Stunden-Paketabgabe kreiert, die den Kunden die Abgabe beziehungsweise. das Einwerfen ihrer Paketsendungen quasi im Vorbeifahren ermöglicht.

Etliche Dutzend Pakete und Päckchen finden so im Laufe des Tages den Weg in den Container - der von den Peters denn auch mehrmals täglich geleert wird.

Die im weiteren Verlauf des Post-Prozedere anfallenden Papiere – Aufgabebestätigung oder Retourenquittung – werden von den Peters verwahrt und im Bedarfsfall ausgehändigt. Klar: Ein wenig Vertrauen braucht's dafür von Seiten der Kunden. Das aber ist offenbar gegeben – und wurde offenbar noch nie enttäuscht.

Tatsächlich lockt die unkomplizierte Päckchenaufgabe die Kunden aus dem ganzen Umkreis zwischen Schopfheim, Dinkelberg, Kleinem Wiesental und nicht zuletzt Steinen an.

Und wo das Angebot der Peters schon im normalen Alltag gern genutzt worden war, konnte es nun während Corona seine Trümpfe nochmals mehr ausspielen.

Ein solcher Service schlägt sich schließlich auch in der positiven Rückmeldung der Kundschaft nieder, im direkten Kontakt oder aber in den Rezensionen beispielsweise auf Google. „Das macht uns dann natürlich auch wieder eine Freude“, sagt Diana Peters - und zusammen mit den übrigen Kriterien führt es dann eben auch zum Zertifikat in Gold.

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