Maulburg Gutes Angebot befeuert die Nachfrage

Am Scheinberg und bestens abfahrbar wurde in den vergangenen Tagen eine sehr große Menge an Brennholz für die schon zweite Nicht-Präsenz-Holzversteigerung im Maulburger Wald aufgearbeitet.Foto: Ralph Lacher Foto: Markgräfler Tagblatt

Maulburg (os). „Wir haben eine sehr große Menge an Brennholz einschlagen lassen und werden diese sicher gut verkaufenkönnen - auch ohne den geschätzten Eventcharakter.“ Das sagen Bürgermeister Jürgen Multner und Revierförster Sven-Hendrik Wünsch angesichts von rund 500 Festmetern Brennholz, das für die telefonische Holzversteigerung 2021 aufgearbeitet wurde.

Holz kann ab heute besichtigt werden

Die Holzversteigerung konnte im üblichen Rahmen im Maulburger Gemeindewald aufgrund der Pandemie in diesem Jahr genau wie schon 2020 nicht als Präsenzveranstaltung stattfinden. Brennschichtholz, Brennholz lang und Schlagraum können dennoch, wie schon letztes Jahr, im Wald in der Zeit von heute, Samstag, 13. März, dem eigentlichen Holzversteigerungstermin, bis einschließlich Sonntag, 28. März, begutachtet werden, so die beiden Holzauktionäre.

Die Wunschmenge und auch die Wunschpolter können dem Revierförster nach Besichtigung und Auswahl per E-Mail an sven-hendrik.wuensch@loerrach-landkreis.de oder über Tel. 07622 / 669 923 mitgeteilt werden. Die Zuteilung erfolgt ab dann ab Montag, 29. März.

Festgelegt wurden bereits die Preise. Brennschichtholz Buche ist demnach mit 60 Euro pro Ster veranschlagt, Brennholz lang (Industrieholz) Buche kostet 53 Euro pro Festmeter, Brennholz lang (Industrieholz) aus anderem Laubholz ist für 48 Euro pro Festmeter zu haben. Und die so genannten „Schlagräume“, also Flächenlose, in dem der Erwerber das Brennholz selbst einschlagen muss, sind für zehn Euro pro Ster zu haben.

In diesem Jahr sei der Einschlag vollumfänglich am Scheinberg erfolgt, erklären Jürgen Multner und Sven-Hendrik Wünsch. Das Holz lagert ausschließlich am Eigenholzweg, Lacheweg, Stockbrunnenbodenweg und Schynbergweg rund um das alte „Minenlager“. Zum Verkauf stehen fast 500 Festmeter Brennholz lang, aufgeteilt in über 80 Lose, 20 Ster Brennschichtholz in zehn Losen zu je zwei Ster und vier große Schlagraumlose.

„Alle Holzinteressenten sind herzlich eingeladen, das aufgearbeitete Holz zu besichtigen und sich auf diesem Weg mit Brennholz einzudecken“, sagt der Revierförster und geht wie der Bürgermeister davon aus, dass der Brennholzverkauf in diesem Jahr einen deutlich höheren Betrag in die Gemeindekasse spülen wird als zuletzt.

Nach zuletzt rund 15 000 Euro müssten heuer an die 25 000 Euro Einnahmen drin sein, rechnet man seitens der Holzauktionäre hoch. Allerdings, so der Bürgermeister, müssen von diesem Betrag noch die Kosten für den Holzeinschlag, also die Arbeit der Waldarbeiter, abgezogen werden.

Motorsägenlehrgang ist obligatorisch

Insgesamt, so Multner und Wünsch, gehe man von einer durch den lang anhaltenden Winter im Januar und Februar starken Nachfrage aus. Diese dürfte auch davon befeuert werden, dass das gesamte Angebot sehr gut an- und damit abfahrbar an den Waldwegen am Scheinberg, am Eigenholzweg, Lacheweg, Stockbrunnenbodenweg und Schynbergweg lagert. Aufgearbeitet und aus dem Forst abtransportiert werden muss das Brennholz bis spätestens 31. August.

In diesem Zusammenhang vergisst der Förster nicht daran zu erinnern, dass für die Aufarbeitung von jeglicher Art von Brennholz, auch Brennholz lang, fertig gepoltert am Waldweg lagernd, ein Motorsägen-Lehrgang nachgewiesen werden muss. „Ohne Motorsägeschein kann kein Holz aus dem Gemeindewald erworben werden.“

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