Maulburg Haushalt 2022: Maulburg rechnet mit sattem Minus

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Weniger rosig als auch schon sieht es in der Maulburger Gemeindekasse aus. Foto: pixabay

Maulburg (chs/jab). Der Haushaltsentwurf für das Jahr 2022 wurde von Kämmerer Ingo Röslen in der Sitzung des Finanzausschusses vorgestellt. Demnach rechnet die Gemeinde für das 2022 mit einem Fehlbetrag von 4,6 Millionen Euro im Ergebnishaushalt. Erträge von 16,4 Millionen stehen Aufwendungen von 20,1 Millionen gegenüber. „Die Gemeinde kann selbst ihre laufenden Ausgaben teilweise nur durch liquide Rücklagen decken“, warnte Kämmerer Röslen angesichts eines Fehlbetrags von 2,6 Millionen Euro aus der laufenden Verwaltungstätigkeit.

Fürs kommende Jahr sind Investitionen über 3,5 Millionen Euro geplant. Größter Brocken sind Planungskosten für das Seniorenprojekt Köchlinstraße (wir berichteten) über 800 000 Euro, die Sanierung und die Verlegung von Nahwärmeleitungen in der Kupfergasse und „Am Platz“ (knapp eine Millionen Euro), sowie wie Erweiterung der Heizzentrale (497 000 Euro).

Um die Finanzlage zu verbessern, komme auf der Einnahmeseite perspektivisch die Anhebung von Grundsteuer B und Gewerbesteuer in Frage. Bei beiden liege Maulburg deutlich unter dem Durchschnitt in Landkreis und im gesamten Land.

Auf der Ausgabenseite sollte die Gemeinde über eine Reduzierung der Budgets nachdenken, empfahl der Kämmerer. An dieser Stelle spielte Röslen den Ball weiter an den Gemeinderat: Dieser müsse entscheiden, welche Standards Maulburg sich leisten wolle – wie viel Personal etwa Kitas und Verwaltung zugestanden wird, wie hoch das Schulbudget ausfallen oder wie man Investitionen begrenzen sollte.

Als Fraktionssprecher der Freien Wähler betonte Christof Schwald, dass die nächste Zeit von großer Unsicherheit geprägt sei. So sei beispielsweise nicht vorauszusehen, ob die Wirtschaft nach der Corona-Pandemie wieder wächst. Die Gemeinde sollte zumindest ausloten, wo es Möglichkeiten zu Einsparungen und zur Erhöhung von Einnahmen gebe. Ob diese ergriffen werden müssen, hänge von den Enwicklungen ab.

Christian Leszkowski (SPD) hatte die geplanten Ausgaben akribisch durchgearbeitet und trug eine ganz Liste an Einwänden zu kleineren und größeren Ausgaben vor. Darunter fand sich die Umrüstung zweier Brandschutztüren im Hallenbad für 15 000 Euro ebenso wie die Kosten von insgesamt 80 000 Euro für die Erwachsenen-Toiletten in der Kita Wiesental oder ein Spezialputz für die Alemannenhalle, der Graffiti-Schäden verhindern soll.

Abgesegnet werden soll der Haushaltsplan 2022 in der letzten Gemeinderatssitzung am 20. Dezember.

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