Maulburg Heuballen schichten und Kühe melken

Mit Bio-Bäuerin Heike Jost, Fabian Schneider und Sabine Brunner (von links) hatten die Kinder einen erlebnisreichen Tag auf dem Bauernhof. Foto: Ralph Lacher Foto: Markgräfler Tagblatt

Maulburg (os). Bauernhöfe sind aus dem Ortsbild der Industriegemeinde weitgehend verschwunden. Kindern ist die Bedeutung der Landwirtschaft für die Ernährung sowie für den Erhalt der Landschaft deshalb ziemlich fremd.

Das Kinderferienprogramm wollte dieses Wissenslücke ein bisschen schließen mit dem Angebot: „Wir besuchen den Biobauernhof der Familie Jost“, wie Dorfstübli-Leiter Tobias Hohenstatter erläuterte.

Coronabedingt war das Angebot auf neun Kinder beschränkt. Mit diesen unternahmen Tobias Hohenstatter, Fabian Schneider und Sabine Brunner einen Spaziergang auf den Dinkelberg.

Am Thalhaldenhof begrüßte Bäuerin Heike Jost die Besucher, besprach mit der kleinen Gruppe erst einmal, dass man auch auf einem Bauernhof Corona-Regeln einhalten müsse.

Dann durften die Kinder zu den Tieren, sie konnten Meerschweinchen füttern und Heike Jost beim Melken der Kühe helfen. Danach konnten sie gemeinsam mit Bauer Hildebrand Jost die Kuhherde auf die Weide treiben.

Zurück auf dem Hof, galt es kräftig anzupacken und frisch eingefahrene Heuballen in der Scheune aufzuschichten.

Die Erwachsenen waren beeindruckt davon, wie engagiert die Kinder zur Sache gingen. Beim „Weideauftrieb“ und vor allem beim Heuballen-Abladen erlebten die Kinder auch, dass Landwirtschaft trotz vieler Maschinen eine ziemlich anstrengende Sache ist.

Die Zeit verging wie im Flug, und zum Schluss trafen sich alle zum Imbiss mit Stockbrot-Grillen, da die Kinder hungrig und durstig geworden waren.

Während der gemeinsam Landarbeit hatten die Josts den Gäste erzählt, dass die Eltern von Hildebrand Jost vor rund 50 Jahren einen der damals fünf Maulburger Aussiedlerhofe erbaut habe. Vor mehr als 20 Jahren hätten sie beide den Hof gemeinsam übernommen, sagte Heike Jost.

Das Ehepaar hält nach ihren Worten ein Dutzend Kühe nebst Kälbern sowie Hühner, einige Ponys und Esel, dazu eine kleine Schafherde, Ziegen, Enten und Gänse sowie Meerschweinchen zum Streicheln und Kuscheln.

Kindgerecht schilderte Heike Jost ihre Arbeit nach biologischen, naturnahen und artgerechten Gesichtspunkten und erwähnte, dass die Bauernfamilie eine Fläche von rund 40 Hektar bewirtschafte.

Das Ziel, Kindern die Landwirtschaft näher zu bringen, habe man mit dem Ausflug wohl erreicht, meinte Tobias Hohenstatter am Ende des erlebnisreichen Tages.

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