Maulburg Kinder nehmen Bauwagen in Besitz

Maulburg - Die Kinder des Natur- und Waldkindergartens sind am Montagvormittag in ihren Bauwagen eingezogen.

Aus diesem Anlass besuchten Bürgermeister Jürgen Multner und Hauptamtsleiterin Jessica Lang die neue Einrichtung am Lettenweg. „Der Waldkindergarten ist am 7. September 2020 gestartet“, stellte der Bürgermeister fest. „Und heute ist der erste Tag, an dem die Kinder den Bauwagen in Besitz nehmen.“ Er widersprach Äußerungen der Bürgervereinigung Maulburg (BVM), die ihm „Fehlplanung“ vorgeworfen haben. Auch die Aussage der BVM, wonach der Waldkindergarten noch nicht in Betrieb gegangen sei, stimme nicht. Die Einwände der Gruppierung seien kontraproduktiv und sorgten dafür, dass das Personal, das mit viel Engagement dabei sei, demotiviert werde.

Die erste Gruppe besteht aus 21 Kindern. Sie war bisher in der Kindertagesstätte Wiesental untergebracht. Bei Sturm oder widrigem Wetter kann sie dorthin auch zurückkehren.

Der zweite Bauwagen für die zweite Gruppe mit der etwa gleichen Anzahl an Kindern soll demnächst auf das Gelände gestellt werden. Der dafür vorgesehene Platz ist bereits betoniert. Die zweite Gruppe soll im September starten. Die Gemeinde sucht dafür noch Personal mit einer naturpädagogischen Spezialisierung.

Ursprünglich war geplant, den Waldkindergarten an zwei Standorten anzusiedeln, berichtete Jessica Lang. Während die Verwaltung auf die Baugenehmigung des Landratsamtes wartete, sie kam im Dezember 2020, entschied sie sich dafür, beide Bauwagen an einem Standort aufzustellen. Die Leiterin des Hauptamtes dankte insbesondere dem Leiter des Waldkindergartens, Sebastian Greif (bei der Eröffnung nicht anwesend), für die Entwicklung des pädagogischen Konzeptes.

Katrin Bertsch, eine der beiden Erzieherinnen der Einrichtung, dankte der Verwaltung wiederum für die Einrichtung eines Waldkindergartens in der Gemeinde: „Alle Kinder sind glücklich, dass wir hier sein dürfen.“ Bertschs Kollegin heißt Franziska Steiner, eine gelernte Heilerziehungspflegerin, die vorher in Dossenbach gearbeitet hat. Die beiden Frauen und Greif betreuen die Kinder von 7.30 bis maximal 13.30 Uhr; die Kernzeit beginnt um 9 Uhr und endet um 12 Uhr.

„Ab 12 Uhr können die Eltern ihr Kind abholen“, sagte Katrin Bertsch. Einige der Kinder kommen mit ihrer Mutter mit dem Fahrrad oder zu Fuß zum Waldkindergarten, einige werden per Auto gebracht. Die Zufahrt zur Einrichtung ist einbahnig; wenn sich zwei Autos am oberen Abschnitt des Lettenwegs begegnen, muss eines der beiden Fahrzeuge bis zu einer Stelle fahren, wo die Fahrzeuge aneinander vorbei fahren können. Zu einem Verkehrschaos ist es am ersten Tag aber nicht gekommen.

Die Kinder haben gestern auch bekannt gegeben, wie der Naturkindergarten heißen soll. Eine Mehrheit von ihnen entschied sich für den Namen „Chirsibaum“. Einige Heranwachsende plädierten dafür, den Waldkindergarten mit dem Zusatz „Walnuss (Baum)“ zu versehen.

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