Maulburg Know-how aus Maulburg

Vakuumpumpen aus Maulburg während der Installation im Huoshenshan-Krankenhaus in Wuhan. Die Installation ist seit dem 2. Februar abgeschlossen und die Pumpen sind in Betrieb. Foto: zVg Foto: Markgräfler Tagblatt

Weltweit Aufsehen erregte Anfang des Monats das Huoshenshan-Krankenhaus. In wenigen Tagen wurde es in der chinesischen Stadt Wuhan gebaut, um mit dem Coronavirus infizierte Patienten aufzunehmen.

Maulburg. Seit dem 3. Februar ist das Krankenhaus in Wuhan in Betrieb. Busch Vacuum Solutions lieferte dazu zwölf Vakuumpumpen zur zentralen Vakuumversorgung für das ganze Krankenhaus, die innerhalb von zwei Tagen installiert wurden.

Als Reaktion auf die Coronavirus-Epidemie in Wuhan haben die Behörden am 23. Januar die gesamte Stadt unter Quarantäne gestellt. Mit dem Bau des Huoshen­shan-Krankenhauses wurde am gleichen Tag begonnen. Insgesamt waren während der Bauphase 4000 Arbeiter im Einsatz, die im Drei-Schicht-Betrieb rund um die Uhr arbeiteten. Busch lieferte die Vakuumpumpen am 1. Februar. Sie wurden vor Ort zu einer zentralen Vakuumanlage zusammengebaut. Diese versorgt das gesamte Krankenhaus über ein Rohrleitungsnetz mit Vakuum zum Absaugen von Körpersekreten und vireninfizierter Atemluft.

1400 Fachkräfte

Am 3. Februar wurde das Krankenhaus offiziell in Betrieb genommen. Seit Montag ist das Krankenhaus mit 1000 Patienten voll belegt. Insgesamt sollen bis zu 1400 medizinische Fachkräfte in diesem Krankenhaus arbeiten. Diese werden teilweise aus der Armee rekrutiert. Aber es haben sich auch viele Freiwillige aus dem ganzen Land für den Dienst in diesem Krankenhaus gemeldet. Zeitgleich wurde in Wuhan auch mit dem Bau eines zweiten Krankenhauses begonnen, das aber noch nicht fertiggestellt ist.

Die chinesischen Mitarbeiter, die die Vakuumpumpen installierten, sind nach ihrem Einsatz entweder wieder nach Hause zurückgekehrt oder noch in Hotels untergebracht. In beiden Fällen stehen sie unter Quarantäne und dürfen ihre Unterkünfte nur mit behördlicher Genehmigung verlassen. Unter den chinesischen Busch-Mitarbeitern sind allerdings keine Infizierungen mit dem Coronavirus aufgetreten. Seit dem 3. Februar laufen die Vakuumpumpen Tag und Nacht. Der Maschinenraum, in dem sie untergebracht sind, darf nur noch von autorisiertem Personal einer staatlichen Firma unter erheblichen Sicherheitsvorkehrungen betreten werden, heißt es in einer Pressemitteilung.

Busch beliefert schon längere Zeit Krankenhäuser in China mit Vakuumpumpen. Erst im vergangenen November war eine chinesische Delegation von staatlichen Krankenhausbetreibern sowie Herstellern von medizinischer Vakuumversorgungssystemen bei Busch in Maulburg zu Gast, um sich über die neueste Vakuumtechnologie zu informieren.

Viele chinesische Krankenhäuser sind mit veralteten Vakuumpumpen aus chinesischer Produktion ausgestattet, die als Betriebsmittel Wasser verwenden. Dies birgt die Gefahr, dass sich Viren oder Bakterien im Wasserkreislauf ansammeln und unter unglücklichen Umständen, etwa bei Undichtheit oder bei Wartungsarbeiten, aus den Pumpen austreten können, heißt es in der Pressemitteilung.

Delegation in Maulburg

Busch hingegen liefert Vakuumpumpen, die ohne Betriebsflüssigkeit auskommen und bei hohen Temperaturen betrieben werden, die Viren oder Bakterien abtöten. Beim Besuch der chinesischen Delegation in Maulburg war noch niemandem bewusst, welche Brisanz dieser technische Unterschied schnell erlangen wird. Inzwischen ist ein Vakuumspezialist aus Maulburg nach China gereist, um Krankenhausbetreiber zu beraten und lokale Busch-Mitarbeiter zu unterstützen.

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