Maulburg Könner und Profis am Werk

Ein begeisterndes Gastspiel gab erneut das Markus Götz-Quartett beim Neujahrskonzert im Maulburger Dorfstübli. Foto: Gerd Lustig Foto: Markgräfler Tagblatt

Von Gerd Lustig

Maulburg. Freude und gute Laune kamen und kommen derzeit im Maulburger Dorfstübli auf. Programm-Chef Tobias Hohenstatter von der Dieter Kaltenbach-Stiftung zeigte sich nicht nur äußerst zufrieden mit der erstmals veranstalteten Silvesterparty und der guten Resonanz, sondern hatte auch gleich zu Beginn des neuen Jahres gut lachen.

„Volles Haus“ hieß es nämlich beim Neujahrskonzert. Das war aber auch kein Wunder, gastierte doch der bekannte Markus Götz mit seinem Quartett im Dorfstübli. „Und mit einem solch schönen Zuspruch darf es gerne bei unseren Veranstaltungen in diesem Jahr weitergehen“, wünschte Hohenstatter sich.

Jetzt aber war erst einmal ein wirklich exquisiter Abend in Maulburg angesagt. Mal beschwingt, mal getragen und gediegen oder auch locker-flockig auf der Straße des Jazz ging es entlang und dahin. Markus Götz, der nach zahlreichen Gastspielen in früheren Jahren zuletzt zwei Jahre pausiert hatte, zog mit seinen weiteren drei Musikern alle Register des Jazz und damit die gut 100 Zuhörer in seinen Bann.

Standards und Eigenkompositionen des begnadeten Trompeters aus Schopfheim standen auf dem Programm. Im Mittelpunkt und als Höhepunkt stand zudem die Ur-Aufführung des Werkes „Episch“ im Fokus. Dem Publikum gefiel dieses viele Minuten lange und abwechslungsreiche Stück, also in epischer Breite, sehr gut. Und so gab es am Ende begeisternden Applaus – wie überhaupt für das gesamte Neujahrskonzert.

„Episch“: Das hatten Markus Götz und seine musikalischen Mitstreiter als Motto für den Abend gewählt. Ein bunter Mix aus Jazz und vielen seiner Varianten und dazu Filmkompositionen sorgten für einen kurzweiligen bis spannenden Auftritt.

Vom ersten Ton an merkt jeder im voll besetzten „Stübli“, dass hier wirklich Können und Profis am Werk sind. Virtuos, inspiriert, dazu experimentierfreudig und leidenschaftlich, so geht jeder Einzelne des Quartetts zur Sache und steuert seinen Part zu einem außergewöhnlichen Konzert bei. Klar, die Trompete von Markus Götz, steht irgendwie immer ein klein wenig im Vordergrund, schwebt quasi über allem im Raum. Doch ebenso perfekt präsentieren sich Frieder Loch (Piano), Dominik Hoyer (Schlagzeug) und Hubert Donkel (Bass) mit ihrem Spiel. Und: Alle hatten sich auch an diesem Abend mit selbst geschriebenen Kompositionen eingebracht.

Los gegangen war das Gastspiel mit dem wunderbaren Stück „Roadsong“ des Jazzpianisten Wes Montgommery. Das Quartett verstand dies als kleine Reminiszenz an die Tatsache, dass sie selbst viel unterwegs und in vielen Stilen zuhause sind, also „on the road“. Und so spielten sich die gut harmonisierenden Musiker durch einen abwechslungsreichen Jazzmix, der kaum Wünsche offen ließ, und das, obwohl die Vier nur gut eine Woche Zeit hatten, das Programm fürs Neujahrskonzert zusammen- zustellen und gemeinsam zu proben. Wer kann, der kann eben.

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