Maulburg Mahlzeiten für Schüler sind gesichert

Maulburg. Vom Wunder der Brotvermehrung schreibt Pfarrer im Ruhestand Karlfrieder Walz nach der unerwartet großen Resonanz auf seinen Spendenaufruf in unserer Zeitung.

Durch die Corona-Pandemie ist der Tourismus in Namibia weggebrochen, und sehr viele Menschen wurden arbeitslos. Die 200 Schulkinder in Warmbad erhalten während der Schulzeit einmal täglich ein Schulessen. Für viele ist das die einzige Mahlzeit am Tag. Aber jetzt, während der langen Weihnachtsferien von etwa sechs Wochen, entfällt diese Mahlzeit. Da kam die Spendenaktion gerade zur rechten Zeit.

„Wir können miteinander teilen“, schrieben die Schulkinder aus dem Wüstenort Warmbad in Namibia, als unklar war, ob für jedes Kind ein Lebensmittelpaket zu Weihnachten finanziert werden könnte.

Doch die Spendenbereitschaft von Menschen im Markgräflerland war so groß, dass sie nicht untereinander, sondern mit zwei anderen Schulen teilen können.

16 100 Euro gingen als Spenden für Lebensmittelpakete für Schulkinder in Warmbad, Namibia, auf dem Konto der Maulburger Kirchengemeinde ein. Gemeindepfarrer Paul Wassmer und Ruhestandspfarrer Karlfrieder Walz mit Frau Irmela, samt dem ökumenischen Namibiafreundeskreis im Markgräflerland, sind von der großartigen Hilfe sehr berührt. Sie danken sehr herzlich für diese große Bereitschaft benachteiligten Schulkindern und Waisen eine unerwartete Weihnachtsfreude zu schenken.

Jetzt wurden die Lebensmittelpakete etwas vergrößert, auf den Wert von je 20 statt 13,60 Euro sind sie gewachsen. Sie enthalten Grundnahrungsmittel wie Mehl, Zucker, Reis, Fischkonserven, Makkaroni, Trockenfleisch (Biltong) und Maismehl - auch ein Schreibheft mit Stiften und eine Packung Kaugummi gehören dazu. Kaugummi statt Schokolade, denn Schokolade würde in der Sommerhitze schmelzen.

Das Geld reicht nun für zwei weitere Schulen im namibischen Wüstengebiet, wo ebenfalls Großeltern mit mittellosen Enkeln, als Aidswaisen oder Sozialwaisen, zusammenleben. Es ist die Schule in Noordoever im Süden (mit 200 Schulkindern) und eine weitere, nahe von Keetmanshoop (mit 350 Schulkindern), wo Deodat Dirkse zu Hause ist, der im März Maulburg und Lörrach besuchte. Auch fragte die Nama-Häuptlingsgemeinschaft, ob man bereit wäre, etwas Geld für Saatgut für Getreide und Tierfutter zu geben. Mit Pfarrer Wassmer und Freunden des ökumenischen Namibiafreundeskreis wurde vereinbart, diesem Wunsch zuzustimmen, da es eine langfristige Hilfe ist, die noch im neuen Jahr - und darüber hinaus - wirksam ist.

Die Freude in Namibia war bei der Übergabe der Essenspakete durch die Kirchengemeinde und den Schulrektor unbeschreiblich groß. 750 Schulkinder konnten beschenkt werden. Auch die Deutschlandbeauftragte der Nama-Vereinigung, Christine Kramp, sagt herzlichen Dank allen, die dazu beigetragen haben.

Bevor sich Pfarrer i. R. Walz mit diesem Anliegen an die Presse wandte, beriet er sich mit einem Mitarbeiter der Mission in Wuppertal (VEM), die im direkten Kontakt mit den Kirchen in Namibia steht. Der sagte: „Es gibt so viel Not in Namibia, und ich kenne viele andere Schulen, in denen es so ist wie du das von Warmbad beschreibst. Fang an und hilf den Kindern von einer Schule.“ Jetzt konnte Pfarrer i. R. Walz drei Schulen helfen.

Weitere Informationen: Alle Spender, deren Absender angegeben ist, erhalten eine Spendenbescheinigung. Bis 100 Euro gilt der Bankbeleg als Spendenquittung.

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