Maulburg Mehreinnahmen dienen der Kostendeckung

Christoph Schennen
Wenn`s Wasser sprudelt, sprudelt auch das Geld in der Kasse: Der Maulburger Gemeinderat hat die Anhebung des Wasserpreises beschlossen. Archivfoto: Harald Pflüger Quelle: Unbekannt

Die Wasserverbrauchsgebühr steigt zum 1. Januar 2022 auf 1,38 Euro pro Kubikmeter (cbm). Das hat der Gemeinderat abschließend entschieden.

Von Christoph Schennen

Maulburg. Bisher betrug die Verbrauchsgebühr 1,14 Euro pro Kubikmeter. Der neue Preis bleibt bis mindestens 2025 auf der neuen Höhe. Durch die Erhöhung erzielt die Gemeinde jährliche Mehreinnahmen von rund 61 500 Euro.

Die Erhöhung wurde notwendig, weil die Wasserversorgungs-Aufwendungen in den letzten Jahren nicht gedeckt werden konnten und sich die Abschreibungen zukünftig erhöhen. Hinzu kommen Investitionen wie die Sanierung der Bahnhofstraße, die Umgestaltung der Straßen „Kupfergasse“ und „Am Platz“ sowie die Leitungsvergrößerung in der Alemannenstraße (Löschwasserversorgung, Gewerbegebiet West).

Bei der Gebührenkalkulation hat der Gemeinderat Ermessensentscheidungen über den Verwaltungs- und Betriebsaufwand, Abschreibungen, Verzinsung, Kostenüber- und -unterdeckungen aus den Vorjahren und eine Bemessungsgrundlage (Höhe der Frischwassermenge) zu treffen.

Die Wasserversorgungssatzung wurde aufgrund der Gebührenerhöhung geändert. Der Wasserversorgungsbetrieb ist nicht auf Gewinnerzielung ausgerichtet, was jedoch dauerhafte, „angemessene“ Gewinne nicht ausschließt. Kämmerer Ingo Röslen wies daraufhin, dass die Gemeinde eine Konzessionsabgabe einführen könne. Dann würde die Verbrauchsgebühr bei 1,63 Euro pro Kubikmeter liegen.

Eine solche Abgabe „würde für das Recht des Wasserversorgungsbetriebs, Leitungen auf dem Gemeindegebiet zu unterhalten, vom Kernhaushalt erhoben und könnte über die Wassergebühr refinanziert werden“, heißt es in der Verwaltungsvorlage zur Sitzung.

Auch die Gebühr für die zentrale Schmutzwasserbeseitigung und die Niederschlagswassergebühr ändern sich. Bis 2025 beträgt die Gebühr für die Schmutzwasserbeseitigung 1,09 Euro pro Kubikmeter (bisher 1,18 Euro) und für die Niederschlagswasserbeseitigung 53 Cent pro Quadratmeter versiegelte Fläche (bisher 49 Cent).

Bei dieser Gebührenkalkulation hat der Gemeinderat Ermessensentscheidungen über den Verwaltungs- und Betriebsaufwand beziehungsweise -ertrag, über Abschreibungen, den kalkulatorischen Zins, die Kostenaufteilung für Schmutz- und Niederschlagswasserbeseitigung, den Kostenanteil der Straßenentwässerung bei der Niederschlagswasserbeseitigung, den Ausgleich von Kostenüber- und -unterdeckungen sowie Bemessungsgrundlagen (Schmutzwassermenge beziehungsweise versiegelte Fläche) zu treffen. Bei der Erhebung der Gebühren für die Niederschlagswasserbeseitigung sind laut Verwaltung die Kosten für die Straßenentwässerung herauszurechnen. Für die Regenwasserkanalisation ergibt sich bei den kalkulatorischen Kosten ein abzusetzender Straßenentwässerungsanteil von 50 Prozent, wie aus einer Verwaltungsvorlage hervorgeht.

Die Gemeinde Maulburg entwässert ausschließlich im Trennsystem. Aufwendungen und Erträge, welche direkt der Schmutzwasser- beziehungsweise der Niederschlagswasserbeseitigung zuzuordnen sind, werden laut Verwaltungsvorlage ohne Aufteilung direkt dem jeweiligen Kostenträger zugeordnet. Die übrigen betrieblichen Aufwendungen und Erträge werden entsprechend den Kanallängen auf die Bereiche Schmutzwasserbeseitigung und Niederschlagswasserbeseitigung aufgeteilt. Das Netz für das Regenwasser ist mit 20,68 Kilometer etwas größer als das Schutzwassernetz (20,20 Kilometer).

Die Gebührenänderungen führen - unter Annahme derselben Schmutzwassermenge - bei der Schmutzwasserbeseitigung zu einer Mindereinnahme von 21 410 Euro und bei der Niederschlagswassergebühr - unter Annahme derselben versiegelten Flächen - zu Mehreinnahmen von 27 133 Euro (gegenüber den bisherigen Gebührensätzen).

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