Maulburg Narren präsentieren Kandidaten

Bürgermeister Jürgen Multner erhielt bei der Uscherete den Rathausschlüssel zurück. Foto: Heiner Fabry

Maulburg - Beim Fasnachtsausklang (Uscherete) präsentierte die Narrenzunft Maulburg ihre Kandidaten für die Gemeinderatswahl im Mai. Bei der Übergabe der Rathausschlüssel beim Narrenbaumstellen hatte die Narrenzunft dem Bürgermeister die Aufgabe gestellt, seine eigene Wunschliste aufzustellen. Die Narren hatten ihrerseits angekündigt, ihre Vorstellungen für das neue Gremium zusammenzu- stellen.

Beim Fasnachtsausklang und der Schlüsselrückgabe schlug die Stunde der (kommunalen) Wahrheit. Zunftmeister Roland Kobiella sollte auf Wunsch der Versammlung zuerst die Vorschläge der Narrenzunft präsentieren. „Wir haben in Maulburg jetzt viele neue Gruppen und Cliquen, sodass wir in der Lage sind, den Gemeinderat aus unseren eigenen Reihen zu besetzen“, verkündete er. Dabei gab es einen lautstarken Applaus für die Liste der Narrenzunft Maulburg mit Josefine Schanz, Shirin Kobiella und Matthias Lang. „Josefine hat ihre Amtszeit so überzeugend gemeistert, dass wir sie uns gut als neue Bürgermeisterin vorstellen können“, lobte der Zunftmeister. „Und die eher ruhige Shirin ist ein gutes Gegengewicht zu Josefine, die man manchmal etwas bremsen muss. Und Matthias Lang ist schon im Gemeinderat und macht dort einen guten Job.“ Das Motto der Liste „VFP“ erklärte der Zunftmeister mit „Volle Frauenpower“.

Bürgermeister Jürgen Multner hatte einen anderen Ansatz gewählt. „Der Gemeinderat ist keine „eierlegende Wollmilchsau‘“, erklärte der Bürgermeister. „Unser Gemeinderat macht eine gute und verantwortliche Arbeit“, so Jürgen Multner, „und dafür gebührt ihm unser Dank.“

Da die von der Narrenzunft vorgeschlagenen Kandidaten nur dreizehn bei vierzehn Sitzen waren, schlug Martin Jessat vor, den freien Platz per Los zu vergeben. Der Platz ging an Katrin Schmidt.

Im Programm des Abends empfing die Narrenzunft Besuch vom Landratsamt. Herr Schwallkopf (Matthias Lang) wollte den Narren erklären, mit welchen neuen Vorschriften sie zu rechnen haben. Als Erstes verkündete der Herr vom Landratsamt, beim Scheibenfeuer müsse eine mobile WC-Einheit aufgestellt werden. Das rief heftigen Widerstand von Benni Beck hervor. Icke Paul pflichtete ihm bei.

Der Herr vom Landratsamt hatte auch noch anderes parat. „Glasflaschen sind gänzlich zu vermeiden – ebenso Trinkgläser aus Glas – Verletzungsgefahr.“ Und wegen der Ökobilanz möge man auch auf Plastikbecher verzichten. Dann könne man nur aus Zinkeimern saufen, resümierte Icke Paul. Und seine Kollegen probierten das auch gleich schon mal.

Die Zunftmusik ließ das Narrehüsli erzittern, die Ölfde-Ölfde-Sänger gaben noch einige selbst geschaffene Lieder zum Besten, und dann rief der Zunftmeister zum gemütlichen Teil auf.

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