Maulburg Start in die Straßenfasnacht

Mit dem Sturm auf die Rathäuser übernahmen am Schmutzigen Donnerstag die Narren landauf, landab die Macht. Zu spüren bekam das auch Steinens Bürgermeister Gunther Braun, der sich vorgestern Abend der närrischen Übermacht beugen und den Rathausschlüssel herausrücken musste.

Von Ralph Lacher

Steinen/Maulburg. Dieter Volz von den Häfnetgeistern, Steffen Weniger von der Höllsteiner Frösche-Clique und Julia Burger von der Fasnachtsgesellschaft Steinen baten den Bürgermeister zu sich, die Guggemusik spielte, und Dieter Volz postulierte: „De Burgi vom Hägelberger Buckel obe, wird jetzt sinere Macht enthobe.“ Braun ließ sich ohne Widerstand den Rathausschlüssel abnehmen, streifte das von den Narren bereitgehaltene Nachthemd über, setzte sich eine Betthaube auf und machte sich dann seinen Reim aufs Fasnachtsmotto „Sit 33 Johr verbreite mir Humor“. Braun streifte die Verkehrsführung, Baupreise, Kinopläne, Klimawandel und Haushaltslage. Am Schluss verkündete er: „Ich wünsch uns schöne Stunden, hier in närrischen Steinener Runden.“

Anstatt einer mit Geld beladenen Schatulle erhielten die Narren vom Bürgermeister eine mit Süßigkeiten gefüllte Rathauskasse. Julia Burger nutzte die neu gewonnene Macht und streute die Süßigkeiten unters Volk. Dieter Volz verlas noch die närrischen Gesetze, und danach zog der von der Guggemusik angeführte Hemdglunkiumzug durch Steinen. Für die Kinder gab es am Schluss Wurst und Wecken.

Maulburger Glunkifeier im Garten von „Gleis 7“

Am Schmutzigen Donnerstag wurde auch in Maulburg lautstark die Straßenfasnacht eröffnet. Dort trafen sich die Fasnächtler zur Glunkiparty im „Gleis 7“. Wie in den beiden Jahren zuvor verzichtete die Narrenzunft Maulburg auf einen Hemdglunkiumzug durchs Dorf. Stattdessen versammelten sich Gäste in der Gartenwirtschaft des „Gleis 7“ um die Feuerstellen, lauschten den Auftritten der Zunftmusik Maulburg und der Schnitzelbank-Sänger Andreas Mühlhans, Martin Jessat, Julian Eiche, Benjamin Beck, Andreas Paul und Matthias Lang. Allerlei Närrisches war ihnen seit der letzten Kampagne aufgefallen. Vieles    passte zum Motto „Dued sich’s drugge, fehlt’s an Brugge“.

Für einen weiteren Programmpunkt beim Maulburger Hemdglunki sorgte die Weiler Guggemusik „Ranzepfiffer“ mit einem Auftritt am späteren Abend.

FOTOGALERIE Weitere Fotos unter www.dieoberbadische.de

Aufgeregte Zeiten erfordern seriöse und umfassende Informationen und deren Einordnung! Jetzt HIER anfordern.

  • Bewertung
    0

Umfrage

Coronavirus – Berlin

Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie werden Stimmen laut, die sich für eine Maskenpflicht im öffentlichen Raum aussprechen. Soll man dem Vorbild der Stadt Jena folgen? Dort muss der Mund-Nasen-Schutz ab nächster Woche in Verkaufsstellen, dem öffentlichen Nahverkehr und Gebäuden mit Publikumsverkehr getragen werden.

Ergebnis anzeigen
loading