Maulburg Vandalensichere Fahrradstellplätze

Abschließbare Veloboxen wie hier beim Bahnhof Schopfheim sollen auch in Maulburg das sichere Unterstellen von Fahrrädern ermöglichen. Fotos: Harald Pflüger Foto: Markgräfler Tagblatt

Steinen hat welche, Schopfheim hat welche und Maulburg kriegt welche: Veloboxen, in den Pendler ihre Räder vor Regen und Vandalen geschützt unterbringen können. Möglich macht dies der Pendlerfonds des Kantons Stadt Basel.

Maulburg (hp). Der Kanton Basel-Stadt unterstützt über den Pendlerfonds zwei Projekte mit insgesamt 161 000 Schweizer Franken, darunter das der Gemeinde Maulburg, die am Bahnhof Veloboxen errichten möchte. Das Bau- und Verkehrsdepartement des Kantons Basel-Stadt folgte mit dem Zuschlag an Maulburg laut einer Pressemitteilung dem Vorschlag des trinational besetzten Pendlerfondsrats.

Im Zuge des Umbaus der Bahnhofstraße soll beim Bahnhof eine Veloboxenanlage mit zwölf Plätzen erstellt werden. Die Hälfte dieser Boxenplätze ist mit einer Ladeeinrichtung für E-Velos ausgestattet. Pendler können hier ihr Velo abstellen und mit der Regio-S-Bahn weiter nach Lörrach oder Basel fahren. Der Pendlerfondsbeitrag für die Anlage beträgt 11 000 Schweizer Franken.

Die Einnahmen des Pendlerfonds stammen laut Pressemitteilung aus den Gebühren für die Pendler- und Besucherparkkarten der Stadt Basel. Die Fondseinnahmen betrugen vergangenes Jahr 2.3 Millionen Schweizer Franken. Der Pendlerfonds des Kantons Basel-Stadt ist laut Mitteilung schweizweit einzigartig und ein Beispiel für die Zusammenarbeit in der trinationalen Agglomeration über Kantons- und Landesgrenzen hinweg. Mit dem Pendlerfonds werden Projekte gefördert, die dazu beitragen, den Parkdruck auf Allmend zu reduzieren und bisherige Autofahrten auf den öffentlichen Personennahverkehr oder die kombinierte Mobilität zu verlagern, wie Park-and-Ride- und Bike-and-Ride-Anlagen.

Dem Fonds werden 80 Prozent der Bruttoeinnahmen der Pendler- und der Besucherparkkarten aus der Parkraumbewirtschaftung zugespielt. Stichtage für Gesuche ist jeweils der 31. März und der 30. September.

Um mit den verfügbaren Mitteln eine möglichst große Wirkung zu erzielen, werden aus dem Pendlerfonds in erster Linie mittlere und kleine Projekte unterstützt. Die Beiträge sollen zwei Millionen Schweizer Franken nicht übersteigen und sind für außerkantonale Projekte auf maximal 50 Prozent der Gesamtkosten beschränkt. Die Beitragshöhe bemisst sich am Nutzen für den Kanton Basel-Stadt.

Allgemeine Verkehrsstudien sowie Unterhalt und Sanierung bestehender Angebote sind von einer Beitragsvergabe ebenso ausgenommen wie bereits realisierte Projekte. Die Projekte müssen im Perimeter der Agglomeration Basel liegen.

In Schopfheim und Steinen stehen bereits solche Veloboxenanlagen. In der eigenen nummerierten Box können Fahrräder nicht nur trocken und sauber abgestellt werden, die Boxen bieten auch einen erhöhten Schutz vor Vandalismus und Diebstahl gegenüber einem frei zugänglichen Veloabstellplatz.

Der Nutzer meldet sich im Internet beim Betreiber der Boxen an. Von ihm erhält der Nutzer einen persönlichen Zugangscode per E-Mail oder SMS. Dieser Code wird direkt an der Radparkanlage eingegeben. Ein Schlüssel (der verloren gehen oder verbogen werden kann) ist nicht nötig. In dem Veloschließfach ist ausreichend Platz zur zusätzlichen Unterbringung von Utensilien wie einen Fahrradhelm.

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