Maulburg Vernünftig mit Ressourcen umgehen

Zu den Energieleitlinien gehören auch Temperaturempfehlungen für Räume – Geld kann so auch gespart werden. Foto: Markgräfler Tagblatt

Maulburg - Der Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung die Energieleitlinien der Gemeinde Maulburg einstimmig gebilligt.

Die Energieleitlinie besteht aus drei Teilen, die sich an verschiedene Zielgruppen wenden. In der Einführung der 16 Seiten umfassenden Vorschrift findet man einen Leitsatz, der für alle Gebäude, Einrichtungen und betriebstechnische Anlagen der Verwaltung und der Außenstellen gelten soll. Er lautet: „Wärme, Licht, Strom, Luft und Wasser werden in der erforderlichen Qualität während der erforderlichen Zeit mit geringstmöglichem Energieeinsatz bereitgestellt.“

Die Zuständigkeitsregeln (Teil A) legen die Verantwortlichkeiten für den Bereich Energieeffizienz fest. Sie schreiben vor, wofür Energiemanagerin, Energieteam, Bauamt, Hausmeister und Verwaltungsmitarbeiter zuständig sind. Die Betriebsanweisungen (Teil B) umfassen die Regeln für den Betrieb der haustechnischen Anlagen. Sie gelten für alle Dienststellen.

Festgelegt wird hier zum Beispiel der Beginn und das Ende des Heizbetriebes (von Oktober bis April), die Überprüfung der Funktionsfähigkeit der Heizungsanlage zu Beginn der Heizperiode und die Außerbetriebnahme der Heizungsanlage im Frühjahr. Auch der Betrieb von raumlufttechnischen (RLT)-Anlagen, Anlagen zur Trinkwassererwärmung und die Wiederinbetriebnahme nach unterbrochenem Betrieb werden dort thematisiert.

Weniger Verbrauch von Energie

Die Verhaltensregeln (Teil C) schließlich zeigen allen Nutzern der gemeindeeigenen Gebäude, wie sie mit ihrem Verhalten zu einer Reduzierung des Energieverbrauchs beitragen können.

In dessen Anlage 1 sind die einzuhaltenden Temperaturen für die einzelnen Räume aufgelistet. In Toilettenräumen soll es beispielsweise 15 Grad warm sein, in Umkleideräumen 22 bis 24 Grad.

Zu lesen ist dort auch, wie man die Thermostatventile richtig einstellt (Thermostatventile sind maximal auf denjenigen Skalenwert einstellen, der für die normale Beheizung zur Aufrechterhaltung der zulässigen Raumtemperaturen erforderlich ist, bei 20°C Raumtemperatur ist dies Stellung 3) und dass man bei ausreichendem Tageslicht die Beleuchtung ausschalten soll. Unwahr ist übrigens, dass das häufige Ein- und Ausschalten der Beleuchtung zu höherem Energieverbrauch führt als der dauerhafte Einschaltzustand, hieß es.

„Geplant sind Schulungen von Lehrern, Schülern und auch Kindergartenkindern, um ihnen zu verdeutlichen, wie sie vernünftig mit den Ressourcen umgehen“, kündigte Energiemanagerin Angela Gimpel an.

Christian Leszkowski (SPD) fragte unter anderem noch nach der Straßenbeleuchtung. Die Straßenbeleuchtung gehöre zum Energiemanagement, so Bürgermeister Jürgen Multner, tauche aber in den Energieleitlinen nicht auf, „weil da keiner dran rumdrehen kann.“

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