Maulburg Waldkindergarten soll um Kleingruppe erweitert werden

(chs)
Die Kita Wiesental ist derzeit voll ausgelastet. Foto: Christoph Schennen

Maulburg Die Verwaltung wurde beauftragt, Übergangslösungen und Alternativen hinsichtlich eines kurzfristigen Platzangebotes zu prüfen.

Insgesamt bietet die Gemeinde 230 Betreuungsplätze an. Eltern können wählen zwischen einem Angebot mit verlängerter Öffnungszeit (VÖ) und einem Ganztagsangebot (GT). VÖ heißt, dass die Kinder von 7.30 bis 14 Uhr (inklusive Mittagessen) betreut werden, beim Ganztag werden die Kinder sogar zehn Stunden (7 bis 17 Uhr, derzeit reduziert) betreut. Im Kindergarten Steegmatt gibt es 65 VÖ-Plätze für Drei- bis Sechsjährige, die auf zweieinhalb teiloffene Gruppen verteilt sind. 15 Plätze davon sind bisher personalbedingt nicht belegt. Bei der Kita Wiesental beträgt die maximale Belegung 120 Kinder. Die aktuelle Belegung liegt darunter; derzeit werden in der Kita 90 Kinder betreut.

Eine VÖ U3-Gruppe (U3 bedeutet Ein- bis Dreijährige) mit zehn Kindern ist derzeit personalbedingt stillgelegt. Bis zum Sommer werden noch neun Kinder in den Ü3-Bereich (drei bis sechs Jahre) aufgenommen. In der jüngsten Kinderbetreuungseinrichtung, dem Waldkindergarten, gibt es zwei Gruppen mit jeweils 20 VÖ-Plätzen. Die Igel-Gruppe ist derzeit überbelegt, die maximale Belegung der Eichhörnchen-Gruppe wird am 1. September erreicht. Steegmatt ist voll ausgelastet.

Kleingruppe mit zehn Kindern geplant

Um den vorhandenen Betreuungsbedarf zu befriedigen, will die Verwaltung den Waldkindergarten um eine Kleingruppe mit zehn Kindern erweitern. Eine Erweiterung von Steegmatt-Kindergarten und der Kita ist nicht möglich. „Die Kita noch größer zu machen, macht keinen Sinn“, sagt Jessica Lang.

Um die Kleingruppe im „Chirsibaum“ zu errichten, fordert der Kommunalverband für Jugend und Soziales BW (KVJS) einen beheizbaren Unterschlupf. Nun stellt sich die Frage, ob die Überdachung des Waldkindergartens auch als „Unterschlupf“ anzusehen ist.

Personalsituation soll stabilisiert werden

Lang will die Personalsituation stabilisieren und die Ausbildung der pädagogischen Fachkräfte weiter forcieren. Sie will den Eltern verlässliche Betreuungszeiten anbieten und die Wartelisten obsolet machen. Eine Neuausrichtung der integrativen Hilfen in den Kitas steht für dieses Jahr noch auf der Agenda. Es geht hier um 1,8 Stellen für Heilpädagoginnen.

Bei der Personalgewinnung haben sich keine Änderungen ergeben. Es gebe praktisch keine Kündigungen von Erzieherinnen, so Lang. Personalengpässe ergäben sich durch Schwangerschaften beziehungsweise Krankheitsfälle. Bei Krankheitsfällen stelle sich die Frage, ob und wenn ja, wann die Erzieherinnen wieder in ihre Einrichtung zurückkehren. Das Interesse an einer Arbeit im Waldkindergarten ist groß, eine Beschäftigung in den anderen Einrichtungen ist weniger gefragt. Die Erzieherinnen können sich ihren Arbeitsplatz aussuchen.

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