Maulburg Wasser strömt nur langsam ins Becken

Christoph Schennen

Von Christoph Schennen

Maulburg - Während Kinder und Jugendliche sich noch in den Freibädern vergnügen, bereiten Jan-Ekkehard Maaß und seine Mitarbeiterinnen Susan Junkert und Brigitte Weidner das Hallenbad für die Saisoneröffnung am Montag, 12. September, vor. Seit Montag wird Wasser in das 25 mal zehn Meter große Schwimmerbecken gelassen.

Aus Hochbehälter

Es handelt sich um Trinkwasser, das aus dem Hochbehälter Dinkelberg stammt. „Normal dauert das drei Tage, wegen der großen Wasserknappheit in der Gemeinde dieses Mal eine Woche“, sagt Maaß. Der technische Betriebsleiter des Bades ist wie seine Kolleginnen Fachangestellter für Bädertechnik. Würde man das Wasser schneller in die Becken leiten, würde der Wasserstand am Hochbehälter schnell sinken, erläutert Wassermeister Bernd Reinke auf Anfrage.

An Wärmenetz

In der nächsten Woche wird laut Maaß die Technik eingeschaltet, sodass auch die Umwälzung und die Filteranlagen ihren Betrieb aufnehmen können. 30 Liter Frischwasser pro Badegast werden den Becken ständig zugeführt. Außerdem werden die Chemikalien, allen voran Chlor, dem Badewasser zugesetzt. Kurz vor der Eröffnung wird dann noch einmal gründlich gereinigt. Maaß wird auch noch die „Filterkohle H“ auffüllen, damit die Filter gut funktionieren. Das Hallenbad ist an das Fernwärmenetz der Gemeinde angeschlossen. In der Wärmezentrale werden Holzhackschnitzel verbrannt, sodass Gas nur eine untergeordnete Rolle spielt. Nicht ausgeschlossen ist aber, dass das Badewasser dennoch um ein paar Grad Celsius kühler wird. „Das ist aber eine politische Entscheidung“, sagt der Hallenbadleiter. Die Warmbadetage blieben aber erhalten.

Für das 28 Grad warme Schwimmerbecken ist kein Warmbadetag vorgesehen, für das zwölf mal sechs Meter große Lehrschwimmbecken und das acht mal vier Meter große Kleinkindbecken sind Freitag und Samstag Warmbadetage. Das Lehrschwimmbecken ist dann 31 Grad und das Kleinkindbecken 33 Grad warm.

Regelmäßige Kontrollen

Die Schließzeit im Sommer haben die Badbetreiber für Arbeiten an den Bodenfliesen am Ausgang der Damenduschen genutzt. Mehr musste laut Maaß nicht gemacht werden, weil das 48 Jahre alte Bad vor neun Jahren aufwendig saniert wurde und weitgehend immer noch wie neu aussieht. Auch die Außenanlagen – der Rasen und der Parkplatz – seien picobello. Um sie kümmert sich Platzwart Oliver Tews.

Regelmäßig werden die Badbetreiber vom Gesundheitsamt des Landkreises Lörrach kontrolliert. Einmal monatlich kommt auch ein Untersuchungsinstitut aus Lörrach und prüft die Wasserqualität. Morgens, mittags und abends analysiert Maaß das Badewasser unter anderem auf seinen ph-Wert und den Chlorgehalt, damit die Besucher beruhigt schwimmen gehen können.

Geöffnet ist das Bad dienstags, mittwochs und donnerstags von 6 bis 8 Uhr und von 14 bis 21 Uhr. Freitags und samstags von 14 bis 18.30 Uhr und sonntags von 9 bis 16 Uhr. Montags ruht der Badebetrieb.

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