Maulburg Zögerliche Baumpflanzung

Zahlreiche achtlos weggeworfene Hundekotbeutel sind ein Ärgernis in Maulburg. Foto: zVg Foto: Markgräfler Tagblatt

Maulburg (chs). Ein Bürger hat sich über die zahlreichen Hundekotbeutel geärgert, die er unlängst an verschiedenen Stellen im Gemeindegebiet gefunden habe. Das sagte er in der Fragestunde der Gemeinderatssitzung am Montag. Die Hundebesitzer, die die Beutel dort hinterließen, sollten ein Bußgeld zahlen, forderte der Sitzungsbesucher. Es gebe im Dorf genügend Möglichkeiten, die Hinterlassenschaften des Hundes ordnungsgemäß zu entsorgen, entgegnete ihm Bürgermeister Jürgen Multner.

Kritik übte der Bürger auch an dem gemeindeeigenen Betriebsgebäude der Regenwasserbehandlungsanlage an der Wiese. Es ist im gleichen Stil wie das Betriebsgebäude des benachbarten Kleinwasserkraftwerks errichtet worden, damit ein einheitliches Bild entsteht, so Bürgermeister Multner auf Nachfrage unserer Zeitung. „Es wird Bestand haben, solange die Regenwasserbehandlungsanlage in Betrieb ist.“ Dem Bürger missfällt das Gebäude sehr und er sprach in diesem Zusammenhang auch von „Naturverschandelung“. Wenigstens ein Satteldach habe das Gebäude verdient, so der Maulburger.

Zu lange war seiner Ansicht auch die Zeitspanne zwischen Spendeneingang und der Pflanzung der Bäume am Floßkanal. „Die Spenden sind bereits im März und April bei der Arbeitsgruppe Dorfverschönerung eingegangen“, so der Bürger. Bürgermeister Multner sagte: „Die Kritik ist berechtigt. Es ist alles sehr langsam gegangen.“ Die Verzögerung ergab sich, weil die „Floßkanal-Bäume“ Bestandteil einer Ausschreibung waren, in der auch die Beschaffung und Pflanzung anderer Bäume vorgesehen war.

Und dann sprach der Bürger schließlich noch einen defekten Motorroller an, der an einem der überdachten Fahrradständer am Bahnhof abgestellt war und Abstellplätze für Fahrräder blockierte. „Mit der Zeit wurde der Motorroller immer mehr beschädigt, zum Schluss lagen wohl Einzelteile im direkten Umfeld“, beschreibt Bürgermeister Jürgen Multner die Szenerie. Das Kraftrad und Teile seiner Bauteile hätten dann über mehrere Wochen dort unverändert gestanden, ohne dass sich jemand um die Entsorgung gekümmert hätte, kritisierte der Bürger. Der Bürgermeister entgegnete ihm, dass die Verwaltung in einem solchen Fall immer erst herausfinden müsse, ob es sich um ein „herrenloses Fahrzeug“ oder um „Abfall“ handle.

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