Maulburger Nachtumzug Nächtlicher Nabel der Narrenwelt

Gudrun Gehr
Die Guggemusik Hotzenblitz aus Görwihl begeisterte die Besucher beim Nachtumzug in Maulburg mit ihren schrägen, fetzigen Klängen. 62 Formationen mit mehr als 1300 Teilnehmern waren bei der Traditionsveranstaltung dabei. Foto: Gudrun Gehr

Der Maulburger Nachtumzug lockt bei seiner 31. Auflage mehrere tausend Besucher an.

Mit Einbruch der Dunkelheit sammelte sich eine Vielzahl Narren zum traditionellen Nachtumzug, darunter die Maulburger Cliquen der Wintleter Gaischterreiter und Niedertaler an den Verpflegungsständen entlang des Umzugsweges. Hier konnten sie sich noch für den kommenden Auftritt in der bunten, lautstarken und trubeligen Großveranstaltung stärken. An den Verpflegungsstationen, wo Getränke und Bratwürste zu erhalten waren, bildeten sich aufgrund der stattlichen Menge Zuschauer schnell lange Schlangen.

62 Formationen sind dabei

Insgesamt 62 Formationen mit mehr als 1300 Teilnehmern, darunter sieben fetzige Guggemusiken, unterhielten einige tausend begeisterter Besucher des närrischen Fußvolkes. Sie sorgten dafür, dass Maulburg für diese Nacht der Nabel der Narretei im Wiesental war.

Der 31. Nachtumzug der Teufelsknechte Maulburg schlängelte sich über die seit 2019 benutzte Umzugsstrecke ab dem Bahnhof entlang der Köchlin- und Neuen Straße bis zur Halle. Die Straßenränder waren in mehrfachen Reihen vom närrischen Fußvolk gesäumt, sodass kaum mehr ein Durchkommen möglich war. In diesem Jahr können die Teufelsknechte ihren 50. Geburtstag feiern.

Freude über Süßigkeiten

Auch die großen und kleinen Gäste hatten sich zum Umzug kostümiert und präsentierten sich nun oftmals als Cowboys, Indianer, Feuerwehrmann, Prinzessinnen, Ritter oder Clowns. Die kleinen Besucher fürchteten sich von den oft schaurig blickenden Figuren nicht. Gute Laune, viel Spaß und kräftiges Einseifen der Gäste mit Konfetti durch die Cliquen dominierten das bunte Spektakel.

Schaurig-schöne Gestalten waren unterwegs. Foto: Gudrun Gehr

Gespart wurde von den Cliquen nicht mit Süßigkeiten, da flogen reichlich Bonbons, Lollis, Gummibärchen, Popcorn-Tüten und sogar Karotten in die Menge, über die sich die kleinen Gäste mächtig freuten.

Eine Zombie-Hexe aus Feldkirch Foto: Gudrun Gehr

Heitere, aber auch grimmige Gestalten zeigten sich oftmals als freundliche Zeitgenossen und verabreichten den kleinen Zuschauern die begehrten Süßigkeiten. So manch Umzugsteilnehmer hatte zuhause noch mit den Folgen des Konfettiregens zu kämpfen, der ihm gar in den Ausschnitt gestopft wurde. Allerdings wurde von zahlreichen Besuchern bedauert, dass kein Komitee-Wagen bereit stand, um die bunte Narrenschar zu moderieren.

Narrenparty in der Halle

Aktive aus dem Schwarzwald bis zur Ortenau waren mit von der Partie im närrischen Umzugswurm, der sich rund zwei Stunden durch die Maulburger Straßen hinzog. Nach dem Umzug ging es in der Alemannenhalle bei der After-Show-Party hoch her. Auch hier spielten die Guggen zur Unterhaltung bis zur Kehrstunde weit in den Fasnachtssonntag hinein.

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