Müllheim 100 Arbeitsplätze entstehen

Das Unternehmen Schott baut seine Fertigung für Pharmaverpackungen in Müllheim aus. Anfang 2020 ist der Spatenstich für ein neues Werk für Polymerspritzen geplant. Illustration: zVg

Müllheim-Hügelheim - Die Schott AG betreibt am Standort Müllheim-Hügelheim ein Kompetenzzentrum des Geschäftsbereichs Pharmazeutische Systeme und fertigt mit rund 285 Mitarbeitern Glasfläschchen für Arzneimittel. Der bestehende Standort soll nun ausgebaut und um eine Anlage zur Herstellung von Polymerspritzen erweitert werden. Entstehen sollen 100 neue Arbeitsplätze.

Bernhard Langner, seit 2009 Geschäftsführer und Niederlassungsleiter, stellte im Müllheimer Gemeinderat das Unternehmen sowie die Ausbaupläne vor.

„Wir haben uns in der Schott AG einen guten Namen und einen hohen Qualitätsstandard in Hügelheim erarbeitet“, stellte Langner fest. Jeder im Konzern kenne heute den Standort Müllheim, dies sei vor 15 Jahren noch nicht so gewesen, berichtete er.

Spatenstich in einem Jahr

Künftig sollen in Müllheim auch Kunststoffspritzen gefertigt werden. Das Unternehmen verfüge mit seiner Produktionsstätte im schweizerischen St. Gallen über langjährige Erfahrung und sei Marktführer. Wegen der hohen Nachfrage habe der Konzern eine Kapazitätserweiterung beschlossen, neue Anlagen sind an beiden Standorten geplant. In Hügelheim soll ein so genannter Reinraum für die hochmodernen Maschinen gebaut werden. Langner rechnet mit rund 100 neuen Arbeitsplätzen, die in Hügelheim entstehen werden.

Derzeit befinde sich das Projekt noch in der Konzeptionsphase, berichtete Langner. Der Spatenstich soll in zwölf Monaten erfolgen. Der Produktionsstart ist für das Jahr 2022 geplant. Insgesamt will das Unternehmen einen dreistelligen Millionenbetrag investieren.

Stadtrat und Hügelheimer Ortsvorsteher Martin Bür­gelin erkundigte sich nach Lärmemissionen, Parkplatzsituation und Lkw-Verkehr.

Die derzeitigen Parksituation an der Zienkener Straße hänge mit den jüngsten Erweiterungsarbeiten zusammen.

Infoveranstaltung für Bürger

Wenn die Arbeiten im Außenbereich abgeschlossen seien, gebe es wieder genügend Parkplätze. Im Zuge der Erweiterung sollen auch für die 100 zusätzlichen Mitarbeiter die erforderlichen Parkplätze geschaffen werden. Die Lastwagen sollen künftig von Nordosten über die Straße zum Kräuterhof das Werk anfahren. Langner rechnet mit maximal einem bis zwei zusätzlichen Lkw pro Tag. Er versprach, so bald wie möglich zu einer Informationsveranstaltung für die Bürger einzuladen.

Einig war sich der Gemeinderat in der positiven Bewertung des Vorhabens. „100 Arbeitsplätze sind nicht negativ zu bewerten“, meinte SPD-Sprecher Ulrich Menny.

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