Müllheim 100 neue Arbeitsplätze in der Region

Spatenstich der größeren Sorte: In Hügelheim wird die Schott AG einen dreistelligen Millionenbetrag investieren. Bauleiter Thomas Fischer, Mario Haas (Leiter Geschäftsfeld Polymer Solutions), Bürgermeister Martin Löffler, Andreas Reisse (Leiter Geschäftsbereich Pharmaceutical Systems), Werksleiter Bernhard Langner und Projektleiter Ralf Hänlein (v.l.). Foto: Dorothee Philipp Foto: Weiler Zeitung

Müllheim (do). Diese Investition hat es in sich: Gestern wurde mit einem symbolischen ersten Spatenstich die Erweiterung des Hügelheimer Standortes der Schott AG begonnen.

Das Unternehmen mit Sitz in Mainz, Produktions- und Vertriebsstandorten in 34 Ländern und einem Jahresumsatz von 2,2 Milliarden Euro wird in Hügelheim einen dreistelligen Millionenbetrag investieren, um eine neue Produktionslinie für sterile pharmazeutische Primärverpackungen aus Polymer einzurichten. Die vorfüllbaren Spritzen kommen vor allem in der Notfallmedizin und in der Intensivmedizin zum Einsatz.

Der Neubau in Hügelheim benötigt 11 000 Quadratmeter, wofür Geländereserven auf dem nördlichen Werksgelände genutzt werden. In den zurückliegenden Jahrzehnten habe es in der Müllheimer Gewerbelandschaft keine Investition vergleichbarer Größe gegeben, freute sich Bürgermeister Martin Löffler. Mit dem neuen Werk im Ortsteil Hügelheim sollen auch 100 neue Arbeitsplätze entstehen, davon können viele mit Kräften aus der Region besetzt werden, sagte Werksleiter Bernhard Langner. Dazu kämen noch internationale Experten.

Neues Standbein

Die Schott AG hat am Hügelheimer Standort derzeit 300 Mitarbeiter. Nach der Erweiterung werden rund fünf Prozent der 8170 in Müllheim bestehenden sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze bei der Firma Schott angesiedelt sein, sagte Löffler. Auch für die Schott AG, ein Unternehmen, das sich zu 100 Prozent im Besitz der Carl-Zeiss-Stiftung befindet und weltweit 16 200 Mitarbeiter beschäftigt, ist die Größenordnung der Investition ein Novum, wie Mario Haas, Leiter des Geschäftsfeldes Polymer Solutions, erklärte. Neben dem Werk in St. Gallen mit 555 Mitarbeitern soll nun in Müllheim ein neues Standbein aufgebaut werden, erklärte Haas. In der neuen Produktionslinie wird der gesamte Prozess vom Spritzguss über die Qualitätskontrolle bis zur sterilen Verpackung automatisiert.

Bereits 2017 hatte die Schott AG in Hügelheim den Betrieb um eine Produktionslinie für das Innenbeschichten von Pharmafläschchen erweitert und dafür einen hohen einstelligen Millionenbetrag investiert. Mit Planung und Ausführung des Baus hat die Schott AG das auf den Bau von Anlagen mit automatisierter Kunststoffproduktion und Reinraumplanung spezialisierte Unternehmen IE Plast beauftragt.

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