Müllheim Baugebiet ist auf der Zielgeraden

Weiler Zeitung, 17.05.2018 21:38 Uhr

Müllheim (anl). Das Baugebiet „Am Langen Rain“ in Müllheim steht kurz vor der dem Ziel. Allerdings muss der Bebauungsplan vor dem Satzungsbeschluss nochmals eine Ehrenrunde in Form einer erneuten Beteiligung der Öffentlichkeit drehen.

Der Gemeinderat hat dem geänderten Bebauungsplanentwurf zugestimmt und die Durchführung einer erneuten und verkürzten Offenlage beschlossen. Im Rahmen der verkürzten Offenlage können Träger öffentlicher Belange und Bürger eine Stellungnahme zu den geänderten und ergänzten Teilen abgeben.

Stadtplaner Jürgen Schill vom Büro FSP Stadtplanung in Freiburg stellte dem Gremium nicht nur die wesentlichen Änderungen vor, sondern auch die Stellungnahme der Arbeitsgemeinschaft Umweltschutz (Agus) Markgräflerland, die bei der Beratung im Bauausschuss nicht vorgelegen hatte.

Änderungen gegenüber der ursprünglichen Planung ergaben sich beim Kreisverkehr zur Anbindung des Kreisgebiets an die Sulzburger Straße – gegenüber der Helios-Klinik. Auf den Fußgängerüberweg mit Querungshilfe auf der Nordseite des Kreisverkehrs wird verzichtet. Dafür werden der Fußgängerüberweg auf der Südseite sowie der Gehweg auf der südöstlichen Seite des Kreisverkehrs um einen Meter verbreitert und als Geh- und Radweg ausgewiesen. Dies hat unter anderem zur Folge, dass sich das Baufenster am angrenzenden Grundstück um einen Meter verschiebt.

Darüber hinaus trug Schill die Anregungen der Arbeitsgemeinschaft Umweltschutz vor. Diese hatte unter anderem angeregt, auf der Schwarzwaldstraße auf Höhe der Tankstelle ebenfalls einen Kreisverkehr zu bauen und an dieser Stelle auch einen Fußgängerüberweg vom Baugebiet zur Tankstelle einzurichten. Begründet wurde dies unter anderem mit der verkehrsberuhigenden Wirkung des Kreisverkehrs und geringeren Lärmbeeinträchtigungen für das künftige Baugebiet.

Mit dem Fußgängerüberweg soll zudem eine Fußgängerverbindung in Richtung Hieber-Markt in Niederweiler geschaffen werden. Planer Schill verwies auf den Verkehrsplaner, der einen Kreisverkehr nur bei vier Anschlussästen em­pfiehlt. Zudem liege die Kreuzung außerhalb des Plangebiets.

Grünen-Stadträtin Dora Pfeifer-Suger hielt einen Kreisverkehr für sinnvoll, zumal an dieser Stelle sowieso die Bagger anrücken müssten für die Entwässerungsleitung zum Hochwasserrückhalte­becken „Tritschler Säge“. Dies könne man auch außerhalb des Bebauungsplans machen, meinte Bürgermeisterin Astrid Siemes-Knoblich.

Ferner hatte die Agus in ihrer Stellungnahme ein Mobilitätskonzept für das Baugebiet sowie ein Instrument zur Familienförderung bei der Baulandvergabe angeregt. Beides, erklärte Schill, seien keine Themen, die im Bebauungsplanverfahren geregelt werden.