Müllheim Brückenbauer überregional gefragt

Traditionelles Stelldichein der Blaulichtfamilie: Der THW-Ortsverband Müllheim hat zum Neujahrsempfang eingeladen. Foto: Alexander Anlicker Foto: Weiler Zeitung

„In Krisen Köpfe kennen“ nennt Patrick Winterhalter, Ortsbeauftragter des Ortsverbands Müllheim des Technischen Hilfswerks (THW), einen wichtigen Grundsatz für die erfolgreiche Zusammenarbeit von Hilfsorganisationen bei Einsätzen und Großschadenslagen. Eine wichtige Rolle hierfür spielt der alljährliche Neujahrsem­pfang des Ortsverbands.

Von Alexander Anlicker

Müllheim. Beim jährlichen Familientreffen der Blaulichtfamilie hieß Winterhalter die Vertreter von Feuerwehren aus der Region, des Deutschen Roten Kreuzes, der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), aber auch von Landes- und Bundespolizei sowie der Reservisten willkommen.

Ebenso begrüßte er Vertreter aus Politik und Verwaltung, darunter die Bundestagsabgeordneten Christoph Hoffmann (FDP) und Armin Schuster (CDU) sowie die neugewählten Bürgermeister Martin Löffler (Müllheim) und Vincenz Wissler (Badenweiler) sowie Bürgermeister-Stellvertreter Christoph Ziel (Neuenburg).

Beeindruckende Bilanz

In seiner Neujahrsansprache zog Winterhalter eine beeindruckende Bilanz: Rund 12 200 Helferstunden leisteten die Ehrenamtlichen des THW im vergangenen Jahr. Der größte Teil entfiel auf Übungen, Aus- und Fortbildungen sowie die Jugendarbeit. 2900 Stunden wurden bei 40 Einsätzen und Technischen Hilfeleistungen geleistet.

Der Löwenanteil entfiel dabei auf die Fachgruppe Brückenbau, die nicht nur in der Region, sondern auch in Zell am Harmersbach und sogar im bayrischen Freising gefragt ist. Gefragt sind auch die Baufachberater. Sie prüfen bei Bränden, ob ein Gebäude einsturzgefährdet ist. Gefordert waren die THW-Helfer auch bei einem Unwettereinsatz Ende Juli in Buggingen, wo sie die Feuerwehr unterstützten.

Darüber hinaus berichtete Winterhalter von der laufenden Umstrukturierung des Technischen Zugs, der nun neben einer Bergungsgruppe und der Fachgruppe Brückenbau über eine Fachgruppe Notversorgung und Notinstandsetzung, ergänzt um einen Transporttrupp schwer, verfügt.

Grußworte

Der Bundestagsabgeordnete Hoffmann dankte in seinem Grußwort den THW-Helfern für ihre Arbeit. Diese sei gerade mit Blick auf den Klimawandel und damit vermehrten Starkregen-Ereignisse und gleichzeitig versiegenden Schwarzwaldquellen von besonderer Bedeutung.

Als Innenpolitiker setze er sich dafür ein, dass der Bund krisenfähig ist, so der Bundestagsabgeordnete Schuster. Im aktuellen Haushalt seien die Ausgaben für das THW erneut erhöht worden. So stehen den Ortsverbänden rund sieben Millionen Euro mehr zur Verfügung. Gleichzeitig investiere der Bund 34 Millionen Euro in das Thema Notstromversorgung.

„Ich bin froh, dass wir eine Einrichtung wie das THW hier haben“, betonte Martin Löffler an seinem ersten offiziellen Tag im Amt.

Der neue Bürgermeister dankte ebenso wie der Leiter des Polizeireviers Müllheim, Thomas Müller, der stellvertretende Kreisbrandmeister Andreas Grozinger, Gerlinde Engler vom DRK-Kreisverband Müllheim sowie der THW-Regionalgeschäftsführer Christian Leuchter allen ehrenamtlichen Helfern.

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