Müllheim Bus muss attraktiver werden

Die Busverbindungen müssen attraktiver werden, insbesondere die Ringlinien Nord und Süd, welche die Anbindung der Müllheimer Ortsteile übernehmen. Foto: Alexander Anlicker Foto: Weiler Zeitung

Müllheim. Die Arbeitsgemeinschaft Umweltschutz (AGUS) Markgräflerland hat sich mit dem im Müllheimer Gemeinderat vorgestellten Vorentwurf zur Fortschreibung des Nahverkehrsplans (NVP) beschäftigt und die Ergebenisse der Stadtverwaltung, den Fraktionssprechern sowie weiteren Entscheidungsträgern, wie dem Fahrgastbeirat, zugesandt. Die AGUS sieht die neunseitige Stellungnahme als Diskussionspapier zur Meinungsbildung. Darin macht der AGUS-Arbeitskreis Mobilität unter anderem Vorschläge zum busbezogenen öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV).

Die Kernforderung der AGUS ist eine verbesserte Anbindung der Ortsteile an das Stadtzentrum und an den Bahnhof durch die Ringlinien Süd und Nord. Außerdem soll die Linie Müllheilm-Badenweiler einen 15-Minuten-Takt erhalten. Der AGUS ist es wichtig, dass bereits getroffene Gemeinderatsbeschlüsse endlich umgesetzt werden, um den busbezogenen ÖPNV zu verbessern.

Obwohl die Stadt Müllheim weitere Parkplätze am Bahnhof geschaffen hat, ist die dortige Parkraumsituation weiterhin prekär. Dies wird auch als Beleg dafür gewertet, dass der Anteil des Individualverkehrs weiterhin hoch ist und in Einklang mit den Ergebnissen der ausführlichen Fahrgastbefragung aus dem Jahr 2008 steht. Seinerzeit konnte ermittelt werden, dass lediglich ein Drittel der befragten Zugnutzer mit dem Bus zum Bahnhof fährt. Dies beweist die Notwendigkeit, die Busanschlüsse am Bahnhof Müllheim attraktiver zu gestalten, um den Individualverkehr zu minimieren und die Klimaziele zu erreichen. Außerdem würde sich dann die Parksituation am Bahnhof entschärfen.

Ferner befasst sich die AGUS mit der unzureichenden Anschlussgewährung am Bahnhof Müllheim. Die AGUS betont, dass zur Vernetzung der Verkehrssysteme unter anderem eine zuverlässige und attraktive Anschlussgewährung gehört. Dies ist aber am Bahnhof Müllheim aufgrund der gesammelten Erfahrungen und der dokumentierten Beschwerden leider nicht der Fall. Selbst bei geringfügigen Verspätungen der Bahn warten die Busse nicht immer. Teilweise fahren die Busse sogar ab, wenn der Zug einfährt. Solche Vorgänge toleriert der Regio-Verkehrsverbund Freiburg (RVF), weil er keine Weisungs- und Sanktionsmöglichkeiten habe, so die Antwort des RVF auf eine Eingabe. Deshalb fordert die AGUS, dass der Zweckverband Regio-Nahverkehr Freiburg (ZRF) für die künftigen Linien einen Anforderungskatalog aufstellt, der dann sowohl für den RVF als auch für die Konzessionsinhaber bindend wird. Eine diese Anforderungen wäre unter anderem, die Fahrpläne so zu gestalten, dass ausreichende Wende- und Pufferzeiten berücksichtigt werden.

Abschließend unterbreitet die AGUS unabhängig von der Fortschreibung des NVP weitere Vorschläge, wie beispielsweise die Errichtung einer zusätzlichen Haltestelle „Eisenbahnstraße“ in der Nähe des Bombastic Billardparks Richtung Bahnhof.

Außerdem geht die AGUS auf den seit dem Jahr 2004 bestehenden Vorschlag der Agenda „Bürgerbus“ ein und verweist auf die Förderprogramme des Landes.

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