Müllheim Das kulturelle Erbe der Region bewahren

Der Vorstandsvorsitzende der Volksbank Breisgau-Markgräflerland, Norbert Lange (r.), übergibt das Strübe-Gemälde „Isteiner Klotz“ an Museumsleiter Jan Merk. Foto: zVg

Müllheim - Die Volksbank Breisgau-Markgräflerland hat mit einer großzügigen Spende den Ankauf eines wichtigen Ölgemäldes („Isteiner Klotz“) von Adolf Strübe für die Sammlung des Markgräfler Museums Müllheim ermöglicht. In dieser Woche fand die Übergabe durch den Vorstandsvorsitzenden der Bank, Norbert Lange, an Museumsleiter Jan Merk statt. Bei dieser Gelegenheit betonte er, die Bank unterstütze mit dieser Aktion gerne die wichtige Arbeit des Museums zur Bewahrung des kulturellen Erbes der Region.

Wertvoller Neuzugang in Museumssammlung

Adolf Strübe ist einer der herausragenden Maler des Markgräflerlands, 1881 in Maulburg geboren, 1973 in Schopfheim gestorben. Ab 1918 war er Professor für Tafel- und Wandmalerei an der Staatlichen Hochschule der Bildenden Künste in Berlin. Er war Mitglied der avantgardistischen Malervereinigungen „Berliner Secession“ und „Badische Secession“, die von den Nationalsozialisten verboten wurden. So wurden 1937 auch Bilder Strübes beschlagnahmt. Am Ende des Zweiten Weltkriegs, 1944, wurde sein Berliner Atelier zerstört, und Strübe siedelte nach Südbaden um und wirkte als Kunstprofessor in Freiburg.

Das Bild „Isteiner Klotz“ von 1950 zeigt in der kleinflächigen Gestaltung der Felswand und der Behandlung des Lichteinfalls, dass Strübe ein Schüler von Paul Cezanne war. Zugleich ist es ein zeitgeschichtliches Dokument, da der als Festung ausgebaute Klotzen nach dem Zweiten Weltkrieg zum wiederholten Mal geschleift wurde. Gesprengte Felsbrocken sind im Vordergrund des Bildes zu erkennen.

In den kommenden Monaten bereitet das Museum die Sonderausstellung „Vom Wert der Sammlung“ vor, in der neben anderen bedeutenden Neuzugängen auch das Werk Strübes zu sehen sein wird.

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