Müllheim Das Stillen klappt besser

Symbolfoto Foto: sba

Müllheim - Noch immer sind die Helios-Kliniken in Müllheim, Titisee-Neustadt und Breisach nur eingeschränkt für Besucher geöffnet. Auch auf den Mutter-Kind-Stationen in Müllheim und Titisee geht es deutlich ruhiger zu als vor Corona. Schließlich dürfen momentan nur die Väter zu Besuch kommen – mit einem positiven Nebeneffekt.

Wenn ein Kind zur Welt kommt, ist die Freude groß und jeder möchte den Nachwuchs schnellstmöglich begrüßen. Verständlich, dass sich in den Patientenzimmern deshalb die Besucher die Klinke in die Hand geben. Eben mal kurz vorbeigehen, den Säugling bewundern, den Eltern gratulieren. Das ist seit Mitte März nicht mehr möglich.

Die Vorstellung, neben dem Vater keinen weiteren Besuch auf der Geburtsstation empfangen zu können, sei für viele Angehörige, aber auch manche Eltern anfangs schwer. Die Teams der beiden Geburtsstationen raten den jungen Eltern, diese ruhige Anfangszeit als Zugewinn zu betrachten und die erste gemeinsame Zeit zu genießen.

Carmen Becher betreut mit dem Team der Wochenstation die Station Schauinsland in der Helios-Klinik Müllheim, wo Mütter und ihre Neugeborenen nach der Geburt betreut werden, und berichtet: „Wir wissen, dass es für viele Eltern eine ungewohnte Situation ist, den Besuch nicht so empfangen zu können, wie es vor Corona möglich war. Trotzdem unterstützen wir unsere Familien, damit sie sich voll und ganz auf ihr Baby und dessen Bedürfnisse einlassen können“.

Besuchszeiten auch nach Corona anpassen

„Dass das nicht einfach ist, ist uns allen bewusst. Aber in der Regel gehen Mutter und Kind heutzutage spätestens am dritten Tag nach der Entbindung wieder heim“, weiß Gudrun König, Chefärztin der Geburtshilfe der Müllheimer Klinik. Lassen sich junge Familien auf die eingeschränkten Besuche ein, profitieren alle davon. Die Babys sind ruhiger, die Mütter entspannter. Das Stillen klappt deutlich besser. „Auch, wenn Angehörige oder das Geschwisterkind zuhause auf die Ankunft des neuen Familienmitglieds warten müssen, ziehen wir Positives aus der aktuellen Ausnahmesituation. Wir möchten den Eltern auch weiterhin Ruhe und Zeit mit ihrem Neugeborenen ermöglichen und werden unsere Besuchszeiten auch nach Corona anpassen“, blickt König in die Zukunft.

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