Müllheim In nur vier Bauabschnitten

Das Modell des zukünftigen „Bildungscampus im Park“: Bäume sollen erhalten bleiben. Foto: zVg Foto: Weiler Zeitung

Der Siegerentwurf des städtebaulichen Wettbewerbs für das „Schulzentrum I“ wurde in der jüngsten Sitzung des Müllheimer Gemeinderats vorgestellt. Die Jury hatte einstimmig für den Entwurf der Arbeitsgemeinschaft Spiecker, Sautter, Lauer und Partner mit dem Büro FSP-Stadtplanung votiert. Die Umsetzung soll in vier Bauabschnitten erfolgen.

Von Alexander Anlicker

Müllheim . Die Planer Jürgen Spiecker und Manfred Sautter sowie Matthias Sammel und Jürgen Schill vom Büro FSP stellten den Entwurf vor.

Als „Bildungscampus im Park“ beschrieb Spiecker den Entwurf und betonte, dass es den Planern wichtig war, die vielen Bäume zu erhalten und im städtebaulichen Entwurf mitzunehmen. Wichtig sei bei dem Entwurf eine klare Kante zur Schwarzwaldstraße, aber auch die Schaffung einer Eingangssituation an der Südwestecke beim derzeitigen Hortgebäude.

Christian Sammel ging insbesondere auf die Wegebeziehungen ein. So soll beim bestehenden Grundschulgebäude das Erdgeschoss wieder in den ursprünglichen Zustand mit offenen Durchgang versetzt werden. Manchmal seien einfache Lösungen die besten, befand er.

Die Grundschule soll künftig auch in einem Gebäude zusammengefasst werden. Hierfür soll zum einen auf der Nordseite der Schule ein Anbau entstehen, zugleich soll zur Goethestraße hin ein weiterer Anbau entstehen, der im Erdgeschoss die Aula sowie eine Mensa beherbergen soll. Gemeinschaftsschule und Förderschule bleiben in ihren jetzigen Gebäuden.

Zusätzlich benötigte Räume werden in einem Erweiterungsbau des bestehenden Hortgebäudes an der Ecke Goethe-/Schwarzwaldstraße entstehen. Dieses soll zu einem quadratischen Bau mit Innenhof erweitert werden. In diesem Komplex sollen künftig ein Schülercafé und die Gemeinschaftsräume, Fachräume, aber auch die Musikschule und die VHS untergebracht werden.

Vier Abschnitte in acht Jahren

Der Kindergarten nördlich der Grundschule soll an seinem Standort bleiben und muss nur temporär für einen Neubau umziehen. Das im ehemaligen Hausmeisterbungalow untergebrachte Jugendzentrum muss dem Anbau der Grundschule weichen. Als Ersatz soll ein Neubau auf der Südostecke des Grundstücks, in der Nähe des Bolzplatzes entstehen.

Das Projekt könne laut Spiecker in vier Bauabschnitten mit jeweils anderthalb bis zwei Jahren Bauzeit verwirklicht werden.

Erster Bauabschnitt wäre die Erweiterung der Grundschule auf der Nordseite, gefolgt vom Anbau an die Grundschule mit der Mensa in Richtung Goethestraße. Dritter Bauabschnitt wäre der Umbau des Horts zum Gemeinschaftshaus, und zum Abschluss sollen Kindergarten und Jugendhaus neu gebaut werden.

Baudezernentin Franka Häußler erinnerte daran, dass im Vorfeld mit allen Nutzern ein komplexes Raumprogramm erarbeitet worden sei. Dieses sei im städtebaulichen Wettbewerb als Aufgabe gestellt worden. „Wir haben acht sehr gute Arbeiten gehabt, die Bandbreite der Lösungen war sehr gut. Das hat gezeigt, wie wichtig so ein Wettbewerb ist“, unterstrich Häußler. Die Jury habe mit dem Siegerentwurf „für uns die beste Lösung gefunden“, sagte die Baudezernentin und hob hervor, dass damit für das komplexe Raumprogramm eine einfache, schlüssige Lösung umgesetzt werden können.

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