Müllheim Kein Raum für sexuelle Gewalt und Ausgrenzung

Weiler Zeitung
Bild aus dem Markgräfler Gymnasium Müllheim mit der Schauspieltruppe, den beiden Schulsozialarbeitern Ina Baumann (rechts), Bernhard Lange (2.v.r.), Carsten Tiegs (Kiwanis-Club Neuenburg, 3.v.r.), Frau Steffen-Lebek (Abteilungsleiterin Gymnasium, 2.v.l.) und Carsten Schwenker (Kiwanis-Club Badenweiler-Müllheim, links). Foto: zVg Foto: Weiler Zeitung

Müllheim . Das Freie Theater „Tempus fugit“ gastierte aktuell wieder mit dem Präventionsstück „Das ist My Space“.

Dank Unterstützung von Kiwanis führte Tempus fugit vom 27. bis 31. Januar das Theaterstück zur sexualisierten Gewalt an Jungen und Mädchen für die sechsten und siebenten Klassen der GMS Adolph-Blankenhorn Schule und dem Markgräfler Gymnasium in Müllheim sowie dem Kreisgymnasium und der Mathias-von-Neuenburg Schule in Neuenburg auf.

Das Forumtheater „Das ist My Space“ wurde vor acht Jahren entwickelt und tourt seitdem zweimal pro Spielzeit an Schulen der Stadt und des Landkreises. Das Schauspielteam stellt Situationen nach, die von den Kindern als „unangenehm“, „voll peinlich“ oder sogar als „pervers“ bezeichnet werden. Ziel des Stücks ist das Bewusstmachen und die Wahrung der eigenen Grenzen.

Nach den jeweiligen Vorführungen erfolgen einstündige Nachbesprechungen zusammen mit den Schauspielern, geschultem Personal und einem Therapeuten, jedoch ohne Eltern und Lehrer. Diese Besprechungen dienen sowohl zur Stärkung des Einzelnen als auch zum Aufzeigen wie der Einzelne Hilfe bekommen kann. Hinzu kommt eine sich daran anschließende weitere Aufarbeitung der Thematik in den Klassen und der Einbezug in den Biologieunterricht.

Durch die Zusammenarbeit der drei Kiwanis-Clubs Müllheim-Badenweiler, Neuenburg-Markgräflerland und Minerva-Markgräflerland war das Projekt mit Kosten von insgesamt 6720 Euro auch in diesem Jahr realisierbar. Hierbei wurden die Clubs wiederum durch die Kiwanis-Foundation Deutschland unterstützt.

In den vergangenen Jahren konnte das Theater „Tempus fugit“ eine stetig wachsende Nachfrage der Schulen nach Präventionsprojekten verzeichnen.

Derartige Projekte seien wichtige Bausteine, um Kinder und Jugendliche vor sexuellen Überschreitungen, Mobbing und Ausgrenzungen zu schützen, heißt es seitens der Kiwanis und würde sich gut in die individuellen Schutzkonzepte der Schulen verankern lassen. Ziel sei es, innerhalb der eigenen Institution sexualisierter Gewalt sowie Mobbing oder Ausgrenzung keinen Raum zu geben, potenzielle Täter fernzuhalten und Betroffenen konkrete, kompetente Hilfe zu geben. Tempus fugit ist auf dem Gebiet der Prävention Vorreiter in der Region. Die Schauspieler sind junge Erwachsene, die darüber hinaus mithelfen, das Theaterstück stetig weiterzuentwickeln.

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