Müllheim Musik und Märchen verzaubern Besucher

Weiler Zeitung, 08.11.2017 23:50 Uhr

Müllheim. Die Geschichte um den jungen und furchtlosen Peter, der mit List die Ente, den Vogel und die Katze vor dem gefährlichen Wolf rettet, fasziniert seit seiner Uraufführung 1936 ganze Generationen von jungen Ohren. Die Stadtmusik Müllheim hat sich die Aufführung dieses musikalischen Märchens in einer Bearbeitung für Blasorchester vorgenommen und im Bürgerhaus präsentiert. Die Idee dazu stammt von einem Mitglied aus dem Hauptorchester. Karla Krauß ist ausgebildete Märchenerzählerin und hat auch gleich den Part der Sprecherin übernommen.

Als Gastsolisten wirkten unter anderem Fachlehrer der städtischen Musikschule. Frank Michael (Flöte), Hanna Geissel (Oboe), Walter Ifrim (Klarinette), Klaus-Peter Hirt (Fagott), Delphine Gautier-Quiche (Horn) und Suheel Georges (Pauke) glänzten mit ihrem virtuosen und ausdrucksvollen Spiel. Man konnte förmlich den Vogel flattern, die Ente schnattern, die Katze schleichen, den Großvater mahnen, die Jäger schießen und den bedrohlichen Wolf hören.

Musik und Schauspiel zusammengebracht

Der Müllheimer Künstler Friedemann Hergarten hat das Bild für das Veranstaltungsplakat gemalt. In der Konzertpause wurde das Original von Holger Lauer zugunsten der Jugendarbeit der Stadtmusik versteigert.

Anschließend kam die Geschichte von Kalif Storch frei nach Wilhelm Hauff in Text und Musik zu Gehör. Franco Coali, der musikalische Leiter der Stadtmusik, hat zu dieser spannend und stimmungsvoll erzählten Geschichte passende Musikstücke ausgesucht – etwa Melodien aus Walt Disney’s „Aladdin“ –, die von der Stadtmusik mit viel musikalischem Gespür dargeboten wurden. Die Bühnenbilder hat Sabine Wurst, Lehrerin und aktives Mitglied, zusammen mit Kindern aus der Michael-Friedrich-Wild-Grundschule gemalt. Jugendleiterin Hannelore Keil koordinierte die Zusammenarbeit mit der Jugend und den Eltern. Es wurden Kostüme und Requisiten angefertigt, die Darsteller geschminkt.

Jung und Alt wirkten beim Konzertprojekt mit

„Alle Kinder und Jugendliche aus dem Vororchester und der Jugendkapelle wollten bei diesem Projekt dabei sein und haben bei den Sonderproben mitgemacht“, heißt es von Seiten des Vereins. „Souverän und mit sichtlichem Spaß spielten sie die Geschichten auf der Bühne zur Musik“. Den Besuchern im voll besetzten Bürgerhaus bot sich ein besonderes Hör- und Seherlebnis. Für die eindrucksvolle und klang-poetische Darbietung gab es langanhaltenden Applaus. Der erste Vorsitzende, Manfred Klenk, betonte bei der Verabschiedung, dass es ein „schönes Projekt“ war, „in dem Aktive und Passive, Jung und Alt des Vereins toll zusammengearbeitet haben“.