Müllheim Offene Ateliers in Corona-Zeiten

Collage aus Werken der zwölf KünstlerFoto: zVG Foto: Weiler Zeitung

Müllheim. Vor neun Jahren fanden zum ersten Mal in Müllheim die Offenen Ateliers statt. Als feststand, dass in diesem Jahr die Türen zu den Ateliers verschlossen bleiben, ließen sich die zwölf Künstler spontan etwas einfallen. Es entstand eine Homepage, die es am 17. Mai ermöglicht, trotz Covid-19 die Kunstwerke wenigstens am Bildschirm zu betrachten.

Freilich kann das keinen Besuch in den einzelnen Ateliers ersetzen, denn Kunst lebt von der direkten Auseinandersetzung vor Ort, wo Künstlergespräche über inhaltliche Aspekte eine lebendige Kommunikation auslösen. Parallel zum Internationalen Museumstag gibt es zusätzlich fotografische Einblicke ins Markgräfler Museum.

Zu den Künstlerinnen und Künstlern: Mary Horstschulze collagiert diverse Fundstücke auf Papier und Holz, die immer wieder faszinieren. Dazu bietet Beatrix Tamm mit ihren leuchtenden Farb- schichtungen einen malerischen Kontrast. Die Tonobjekte von Elisa Stützle-Siegsmund erreichen eine künstlerische Dimension, die keinerlei Trennung von Kunst und Handwerk mehr zulassen, während Sylvia T. Verwick mit dem intimsten und beweglichsten Medium, der Handzeichnung, experimentiert. Christiane Cousquer führt das Auge des Betrachters in sphärische Höhen des Vogelflugs, wo Himmel und Erde sich am Horizont berühren. Für Ludger Schäfer steht das Genre der Landschaftsmalerei im Fokus, die sich aus ursprünglicher Farbfeldmalerei entwickelte.

In den Werken von Frédéric Letellier sind konzeptuelle Ansätze offensichtlich, die Architektur und Film miteinbeziehen. Ganz anders die expressive Malerei von Wolfgang Faller, die in einem breiten Spektrum bis ins Groteske menschliche Gestalten erkennen lässt. Diane Dill zelebriert die großformatige Malerei als Hommage an die Natur und deren unbändige Schönheit. Frédéric Cousquer ist hingegen bildhauerisch tätig und erarbeitet in verschiedenen Holzarten diverse Sujets von figurativ bis abstrakt. Entdeckt man bei Liane Reinert in ihren Stillleben eine gewollte Reduktion von Farbe und Form, sind die Ölbilder von Valentin Mauser durch einen dynamischen Pinselstrich gekennzeichnet, in denen das Detail bewusst ausgespart bleibt.

Natürlich sind alle künstlerischen Arbeiten verkäuflich, und jeder Besucher der Homepage kann zu jeder Zeit die einzelnen Künstler per E-Mail kontaktieren. Fragen und Meinungen sind sogar erwünscht, denn jede Rückmeldung gibt auch Auskunft darüber, dass Kunst und Kultur von gesellschaftlicher Relevanz sind und dazu beitragen, sich mit sich selbst und der Welt auseinanderzusetzen, heißt es in einer Pressemitteilung.

Mehr Informationen unter offene-ateliers-muellheim.de

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