Müllheim Sänger wieder auf Kurs

Herbert Schumacher
Erhard Zeh mit neuem Chor beim jüngsten Feldberger Erntedankfest in Aktion Foto: Herbert Schumacher

Der Gesangverein Feldberg hat trotz pandemiebedingter Einschränkungen Grund zur Freude: Die Sänger begrüßen Dirigent Erhard Zeh im Chor – er wird als neuer musikalischer Leiter nun die Geschicke fortführen.

Von Herbert Schumacher

Müllheim-Feldberg. Nicht zuletzt neue Impulse im kulturellen dörflichen Gemeinschaftsleben wollen die Sänger mit ihrem Neuzugang setzen.

Neben dem Musikverein ist es ebenso der im Jahr 1885 gegründete Gesangverein, der bis nach dem Zweiten Weltkrieg als reine Männer-Domäne galt. Dann allerdings entwickelte sich die Sängerrunde zu einem gemischten Klangkörper. Doch auch vor dieser Chorgemeinschaft machten gerade die leidigen Nachwuchsprobleme, wie in etlichen anderen Chören regioweit ebenso, in jüngerer Vergangenheit nicht Halt.

Zwei Chöre schlossen sich zusammen

Der Feldberger Verein zählt momentan immerhin 28 Aktivmitglieder, nachdem er vor rund acht Jahren die „Schmerzgrenze“ von nur noch knapp 20 Aktiven erreichte. Doch ein Glücksfall meinte es damals gut mit dieser bedrängten Chorgemeinschaft. Im benachbarten Eggenertal nämlich hatte sich nach vielen Erfolgsjahren, dennoch zwangsläufig, der dortige evangelische „Singkreis Eggenertal“ als gemischt agierender Chor aufgelöst. So führten Zufallserwägungen 2014 letztlich dazu, dass auf Wunsch des Feldberger Gesangvereins rund zehn der dort freigewordenen Eggener Sänger sich fortan in den Feldberger Chor integrierten. Und dies seither mit bestem Erfolg. Glück hatte der Feldberger Verein auch mit dem Pädagogen Berthold Brenneis, der 20 Jahre lang den Chor äußerst kompetent als Dirigent leitete, heißt es seitens des Vereins. Ihm folgte für weitere acht Jahre der ausgezeichnete tschechische Berufsmusiker Thomas Spurny aus Denzlingen.

Frischen Wind bringt nun Erhard Zeh aus Haltingen mit, der Ende November die Chorleitung übernahm.

Mit Zeh schwingt jetzt in Feldberg ein Chorleiter den Dirigentenstab, der in diesem Metier im Kreis Lörrach ohnehin längst kein Unbekannter mehr ist. Als Pädagoge im Ruhestand zeichnet der Haltinger ferner als Präsident des „Obermarkgräfler Chorverbandes“ verantwortlich.

Erstmals unter Zehs Leitung öffentlich aufgetreten ist die Chorgemeinschaft jüngst anlässlich der Hochzeit der Vize-Dirigentin Tabea Zeller und beim kirchlichen Erntedankfest auf dem „Stalten“.

Ein optimistischer Blick in die Zukunft

Im Gespräch mit unserer Zeitung zeigte sich der Chorleiter zur hiesigen künftigen Chorarbeit sehr optimistisch und erfreut von seinen neuen Erfahrungen mit den Chormitgliedern. Die „Chemie“ zwischen Chor und Dirigent scheine ganz offensichtlich zu stimmen, findet Zeh. Zumal der Chor stimmlich gut aufgestellt sei und über ein sehr großes, anspruchsvolles Repertoire verfüge, ergänzt er. Dennoch beabsichtigt der Dirigent, in der Literatur noch deutlichere moderne Akzente zu setzen und damit das breite Spektrum des Chors zu erweitern.

Ähnlich optimistisch bewerten Vereinsvorsitzende Margarete Schmid und ihr Ehemann Hans-Dieter als ehemals langjähriger Vorsitzender die gesanglichen Zukunftsaussichten in Feldberg insgesamt.

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