Müllheim Stadtradler machen Vorschlag für Ostrampe am Bahnhof

Der Vorschlag der Stadtradler für eine Rampe auf der Ostseite des künftigen Müllheimer BahnhofsFoto: zVg Foto: Weiler Zeitung

Müllheim. Der Verein Stadtradler Müllheim hat im Nachgang der jüngsten Gemeinderatssitzung (siehe Bericht oben) einen überarbeiteten Vorschlag für eine Rampe auf der Ostseite des Müllheimer Bahnhofs vorgelegt.

In einem öffentlichen Brief an Müllheims Bürgermeister Martin Löffler und die Gemeinderäte zeigen sich die Stadtradler erfreut darüber, dass der Gemeinderat – entgegen des Widerstands der Verwaltung – beschlossen habe, dass die Stadt auf der Ostrampe sowohl Rampe und Aufzug einfordern soll.

„Die diskutierten Argumente haben wir zum Anlass genommen, unseren Vorschlag zu überarbeiten und diesen mit den Behindertenverbänden Diakonisches Werk Breisgau-Hochschwarzwald, Diakonische Initiative ,unBehindert miteinander leben’ und Christophorus-Gemeinschaft“ abzustimmen“, heißt es in dem Schreiben.

Der überarbeitete Vorschlag habe entscheidende Vorteile: Die Rampe sei jetzt in unmittelbarer Nähe von Treppe, Aufzug und Behindertenparkplätzen optimal positioniert. Eine Rampe ist ein Fußweg und darf prinzipiell nicht befahren werden. Die Rampe hat zwei Kurven (90 und 180 Grad) und ist daher kein langer Schlauch mehr, der schnell hinab gefahren werden könnte. Behinderten-, Taxi- und K&R-Parkplätze sind komfortabel und ohne Rückwärtsfahren benutzbar. Der Zugang in die Personenunterführung kann einsichtig und sicher gestaltet werden. Auf der Nordseite des Bahnhofgebäudes entsteht ausreichend Platz für Fahrradstellplätze.

Darüber hinaus weisen die Stadtradler darauf hin, dass die Bahn, wenn die Platzverhältnisse es zulassen, gegenüber einem Aufzug immer eine Rampenlösung bevorzuge. Allein schon, weil Rampen in Betrieb und Wartung viel günstiger und zuverlässiger seien.

„Zusammenfassend möchten wir festhalten, dass alle Müllheimer Vertreter von Behinderten im Rollstuhl wie auch von Nichtbehinderten mit Gepäck auf Rollen und Radfahrern – also von allen wesentlichen Nutzern einer Rampe – eine ausfallsichere Rampe einem Aufzug vorziehen“, heißt es im Schreiben der Stadtradler.

Antwort des Bürgermeisters

Müllheims Bürgermeister Martin Löffler verweist in seiner Antwort darauf, dass die Bahn in den bisherigen Vorgesprächen nicht bereit war, eine zusätzliche Rampe auf der Ostseite einzuplanen. Zugleich hat er das Schreiben der Stadt an Christoph Klenert, Leiter Außenbeziehungen des Neubauprojekts Karlsruhe-Basel, beigefügt.

Ein Aufzug und eine barrierefreie Rampe auf derselben Bahnhofseite seien im Sinne der Attraktivität des Bahnverkehrs, was somit auch im Interesse der Deutschen Bahn sei, schreibt Löffler und ergänzt, dass eine Übernahme der Mehrkosten durch die Stadt daher nicht angezeigt sei.

Was den Aufzug angeht, weist Löffler unter anderem darauf hin, dass bei einem Rettungseinsatz nicht nur Krankentrage und Patient sondern auch mindestens zwei Personen mit medizinischem Gerät im Aufzug Platz haben müssen. Dies hatten die im Gemeinderat vertretenen Ärzte angeregt.

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