Müllheim Wachstumskurs trotz Herausforderungen durch Corona

Der Sitz der Volksbank Breisgau-Markgräflerland im Gewerbepark BreisgauFoto: Alexander Anlicker Foto: Weiler Zeitung

Müllheim. Das abgelaufene Geschäftsjahr 2020 war ein besonders herausforderndes Jahr, das vor allem durch die Covid-19-Pandemie geprägt war, heißt es in einer Mitteilung der Volksbank Breisgau-Markgräflerland. Vieles musste angepasst oder verändert werden. Trotz dieser Schwierigkeiten setzte die Bank ihren stetigen Wachstumskurs fort und konnte in allen Geschäftsbereichen Zuwächse verzeichnen. Es habe sich einmal mehr bewiesen, dass die Bank sehr flexibel und modern aufgestellt ist, heißt es.

Da die Corona-Pandemie keine Präsenzveranstaltung für die Vertreterversammlung zuließ, fand diese zum zweiten Mal im schriftlichen Verfahren statt.

Alle 392 Vertreter erhielten Anfang Juni die ausführlichen Berichtsunterlagen per Post zugeschickt. Daraufhin fand eine zweiwöchige Aussprachephase statt, in der Fragen an den Vorstand und die Vorsitzende des Aufsichtsrats gestellt werden konnten. Diese Fragen wurden persönlich beantwortet und in einem geschlossenen Bereich der Homepage sowie schriftlich zur Verfügung gestellt, so dass alle Vertreter die Aussprache mitverfolgen konnten. Bis zum 23. Juni konnte über die einzelnen Tagesordnungspunkte per Briefwahl abgestimmt werden. Von der Möglichkeit, ihr Mitbestimmungsrecht aktiv wahrzunehmen, haben 54 Prozent aller Vertreter Gebrauch gemacht. Die Beschlüsse wurden am 25. Juni nach Auszählung unter Aufsicht eines Justiziars des Baden-Württembergischen Genossenschaftsverbandes von der Versammlungsleiterin festgestellt.

In den Berichtsunterlagen gab der Vorstand einen Rückblick auf das Geschäftsjahr 2020 und erläuterte die wichtigsten bilanziellen Kennzahlen. Die deutsche Wirtschaft leidet an den Folgen der Corona-Krise. Staatliche Unterstützungsmaßnahmen und schnelle Kreditzusagen durch Banken haben aber dazu beigetragen, Schlimmeres zu verhindern. Handelskonflikte, schwächere Weltkonjunktur und Brexit-Chaos setzten der exportabhängigen deutschen Wirtschaft zu. Hinzu kamen die Probleme in der Automobilbranche. Noch längere Zeit werden Branchen wie Tourismus, Gaststätten- und Veranstaltungsgewerbe oder Luftverkehr unter den Folgen der Corona-Pandemie leiden, heißt es.

Trotz schwieriger Rahmenbedingungen war 2020 für die Volksbank Breisgau-Markgräflerland ein erfolgreiches Geschäftsjahr. Die Bilanzsumme – die Summe aller Geschäfte, die die Bank im eigenen Namen und auf eigenes Risiko getätigt hat – wuchs um 99 Millionen Euro und hat erstmals die Zwei-Milliarden-Grenze überschritten.

Knapp 1,5 Milliarden Euro (plus drei Prozent haben die Kunden der Volksbank anvertraut. Hinzu kommen 740 Millionen Euro, die Kunden in Aktien oder Fonds bei den Partnern der Genossenschaftlichen FinanzGruppe angelegt haben.

Auf der Aktivseite ist die größte Position das Kundenkreditgeschäft. Getrieben durch eine weiterhin lebhafte Bautätigkeit wurden im privaten Wohnungsbau 36 Prozent mehr Kredite vergeben als im Vorjahr. Im Geschäft mit Firmenkunden standen die Investitionsfinanzierungen im Vordergrund.

Der Blick auf die Gewinn- und Verlustrechnung zeigt die Auswirkungen des nach wie vor anhaltenden Niedrigzinsumfeldes. Der Zinsüberschuss reduzierte sich auf 30,5 Millionen Euro. Das Provisionsergebnis belief sich auf 12,9 Millionen. Euro. Steuern im Umfang von 2,3 Millionen Euro und die Zuführung zu dem Fonds für allgemeine Bankrisiken ergaben einen Jahresüberschuss von 3,4 Millionen Euro. Der von Vorstand und Aufsichtsrat vorgeschlagenen Verwendung des Jahresüberschusses und der Zahlung einer Dividende stimmte die Vertreterversammlung zu. Die Bank ist mit einem nunmehr bilanziellen Eigenkapital von 222,6 Mllionen Euro bestens für die Zukunft gerüstet. Für ihre Arbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Vorstand und Aufsichtsrat von der Vertreterversammlung entlastet.

Für die Zusammensetzung des Aufsichtsrates standen Veränderungen an. Aufgrund des Erreichens der satzungsmäßigen Altersgrenze schied Freddo Dewaldt aus dem Gremium aus.

Wiedergewählt in den Aufsichtsrat wurden Martin Heiler, Gabriela Krämer, Hubert Schelb und Josef Schweizer. In seiner konstituierenden Sitzung hat der Aufsichtsrat Susanne Hierholzer als Vorsitzende bestätigt. Stellvertreter ist weiterhin Dr. Hans Christian Maier.

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