Neuenburg Aktionsbündnis für Innenstadt

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Neuenburg am Rhein. Innenstädten steht ein großer Wandel bevor. Geändertes Einkaufsverhalten, Digitalisierung und auch die Coronakrise tragen zu diesem Veränderungsprozess bei. Kommunen – wie auch Neuenburg am Rhein – sind gefordert, Zukunftskonzepte für lebendige und vielfältige Stadtzentren zu entwickeln. In der Zähringerstadt auch unter Berücksichtigung der besonderen Herausforderung einer in 2022 stattfindenden Landesgartenschau. Unterstützung erhalten die Akteure Stadt, Gewerbe- und Tourismusverein vom IHK-Innenstadtberater Thomas Kaiser. Das Land Baden-Württemberg fördert die Begleitung durch die IHK zunächst bis Ende 2022.

Die Basis der Zusammenarbeit zwischen Stadt, Gewerbe- und Tourismus und der IHK Südlicher Oberrhein bildet eine kürzlich unterzeichnete Vereinbarung „Pro Innenstadt“, die 15 Überschriften aufzählt.

Bereits im Juli hat sich nach dem positiven Beschluss des Gemeinderates ein Lenkungskreise Innenstadt gebildet, dem derzeit neun Personen angehören. Dieser trifft sich seitdem regelmäßig einmal im Monat, diskutiert Maßnahmen und führt diese auch zu Umsetzung. Eine der Maßnahmen war die zum Kartoffelmarkt am 3. Oktober erst mal durchgeführte Kampagne „Heimatshoppen“, die dem Kunden und Gast signalisieren soll, wie wichtig lokales Einkaufen und Genießen ist, um den Standort attraktiv zu halten.

„Neuenburgs Innenstadt ist derzeit noch eine große Baustelle“, sagt Thomas Kaiser, der damit nicht nur die durch die Stadtsanierung besonders betroffenen Bereiche Schlüssel- und Salzstraße anspricht, sondern der durch das Einkaufsverhalten vieler Franzosen das Stadtbild prägende Tabaküberhang. Dabei hat Neuenburg Potenzial, nicht nur durch Kaufkraft aus dem Nachbarland, sondern auch als klassische Übernachtungsstation vieler Urlaubsreisender.

Noch befindet sich Kaiser in seiner Bestandsaufnahme aller Innenstadt-Akteure und des Wirtschaftsstandortes Innenstadt. Diese ersten Ergebnisse werden im Lenkungskreis gespiegelt und dort schon hinsichtlich Umsetzbarkeit geprüft. Aktuell konnte im Rahmen der Förderung die digitale Sichtbarkeit einiger Betriebe verbessert werden, indem kostenfrei ein Facebook-Workshop angeboten wurde. Für das nächste Jahr nach Fertigstellung der Schlüsselstraße steht dann auch bereits eine Passantenbefragung in der Stadt auf der Agenda.

Weitere konkrete Maßnahmen für Neuenburg werden weiterentwickelt passgenau und bis Ende 2022 begleitet. „Dabei gibt es keine Blaupause, die Neuenburg aufgedrängt wird, sondern alles wird bedarfsbezogen entwickelt“, betont Dieter Salomon, Hauptgeschäftsführer der IHK Südlicher Oberrhein, der durch den Innenstadtberater das Strategiethema Standorte stärken umgesetzt sieht.

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