Neuenburg Alte Wasserleitung wird wiederbelebt

Freuen sich über den neuen Brunnen in Steinenstadt (v.l.): Bürgermeister Joachim Schuster, Vincent Meier, Bildhauer Harald Aechtle und Ortsvorsteher Hans Winkler. Foto: Alexander Anlicker

Steinenstadt - Mit einem Fest und viel Musik wurde der neue Brunnen in Steinenstadt eingeweiht. Damit wird die alte Wasserleitung von der Mauchener Quelle wiederbelebt.

Früher Trinkwasser

Der Neuenburger Ortsteil Steinenstadt besitzt seit Anfang des 20. Jahrhunderts eine Quelle und einen Hochbehälter in Mauchen. Das Quellwasser diente früher der Trinkwasserversorgung von Steinen­stadt, in den vergangenen Jahren floss das Wasser jedoch ungenutzt durch einen früheren Bewässerungsgraben in den Hohlebach. Seit Sonntag plätschert ein Teil des Wassers in einen Brunnen an der Meierhofstraße. Das Brunnenfest zur Einweihung fand gleichzeitig mit dem Muttertagshock des Männergesangvereins Stei­nenstadt statt.

Nach dem Sonntagsgottesdienst segnete Pfarrer Dieter Meier den Brunnen und bat darum, dass dieser nie versiegen möge.

Anschluss an Glasfasernetz

Die Idee, einen Brunnen mit dem Quellwasser zu speisen, sei schon ein paar Tage alt, stellte Bürgermeister Joachim Schuster fest. Mit dem Anschluss Steinenstadts ans Glasfasernetz sei nun auch die Zeit gekommen, die Idee von Ortsvorsteher und Ortschaftsrat umzusetzen, betonte der Bürgermeister. Die Firma Innexio verlegte die Glasfaserleitungen in einem Graben, in diesem Zusammenhang sei auch die Wasserleitung für den Brunnen in den Graben gelegt worden, berichtete der Bürgermeister.

Insgesamt habe die Stadt Neuenburg rund 50 000 Euro in den Brunnen und die Ertüchtigung der Wasserleitung investiert. Schuster hob dabei die Arbeit des Neuenburger Bauhofs hervor und dankte dem Schliengener Wassermeister Thomas Domagala für die Unterstützung.

Ortsvorsteher Hans Winkler bedankte sich bei Bürgermeister, Verwaltung und Gemeinderat für den Brunnen. Er freute sich, dass nun ein Teil des Quellwassers in den Brunnen plätschert. Ein großer Teil fließt jedoch weiterhin in das Biotop, das im ehemaligen Bewässerungsgraben entstanden ist und unter anderem Amphibien eine Heimat bietet.

Winklers Dank galt auch Vincent Meier aus Neuenburg, der im elsässischen Ensisheim die Gebäude eines ehemaligen Franziskanerklosters erworben hat und den Brunnen günstig angeboten hat.

Brunnenstock mit Wappen

Der Brunnen stammt aus dem Jahr 1741 und ist aus gelbem Sandstein. Dieser passe farblich gut zum bereits vorhandenen Wegkreuz am Brunnenstandort, das vom Steinmetz Franz Aechtle geschaffen wurde. Dessen Sohn Harald hat nun den Brunnenstock mit dem Wappen von Steinenstadt, mit dem Baslerstab, verziert.

Brunneneinweihung und Muttertagshock waren gut besucht. Für musikalische Unterhaltung sorgten der Männergesangverein Stei­nenstadt sowie die Vier-Mann-Kapelle „Markgräfler Spätlese“ um Erwin Bornemann.

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