Neuenburg am Rhein Bewaffnet ins Jenseits

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Funde aus den alamannischen Gräberfeldern in Grißheim Foto: zVg/Museum für Stadtgeschichte

Grißheim und seine Bewohner im 7. und 8. Jahrhundert sind Thema einer Führung mit Maren Siegmann im Neuenburger Museum für Stadtgeschichte.

Maren Siegmann bietet am Sonntag, 25. Februar, ab 15 Uhr eine Führung im Museum für Stadtgeschichte, Franziskanerplatz 4, in Neuenburg. Sie rückt die zahlreichen Funde und Exponate, die aus dem alamannischen Gräberfeld in Grißheim stammen, in den Mittelpunkt ihrer 45-minütigen Führung, heißt es in der Ankündigung.

Der südliche Oberrhein war zu römischer Zeit dicht besiedelt. Im vierten Jahrhundert nach Christus veranlassten Bürgerkriege, Klimaeinbruch und andere Krisen die Bevölkerung den Landstrich zu verlassen. Erst 200 Jahre später nimmt die Bevölkerung wieder langsam zu. Die meisten heutigen Ortschaften entstanden im siebten oder frühen achten Jahrhundert. Von den Dörfern, Weilern und Höfen kennen Archäologen – mit Glück – nur ihre Bewohner.

Denn ihre Gräber haben die Zeit überdauert. Und eben diese Gräber erzählen viel über die in ihnen zur Ruhe gebetteten Menschen. Mindestens 100 Gräber hat man im Lauf der Zeit im Ortskern von Grißheim, villa Cresheim, gefunden. Gräber von Frauen, mit Perlen geschmückt. Gräber von Männern, bis an die Zähne bewaffnet.

Maren Siegmann ist Archäologin und Leiterin des Museums in der Alten Schule in Efringen-Kirchen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Führung ist kostenlos, der Museumseintritt beträgt zwei Euro.

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