Neuenburg am Rhein Krönchen, Verse und Trommler

Neuenburg am Rhein - Von Basel über das Markgräflerland und die Zähringerstadt Freiburg hinüber ins Elsass: Die 28. Narrensuppe in der Neuenburger „Krone“ entpuppte sich  als Nabel der närrischen Welt.
Zwei Stunden kurzweilige Unterhaltung wurden gekrönt durch die dampfende Narrensuppe – wie gewohnt mit viel Nudeln und einer ordentlichen Rindfleisch-Einlage.  

Apropos gekrönt: Krönchen gab’s in diesem Jahr zuhauf. Das Moderatorenduo Daniela Klingenmaier und Lars Schuh verlieh in insgesamt sieben Kategorien eine goldene Krone.
Die erste hatten sich die Tambouren der Knaben- und Mädchenmusik Basel verdient. Mit viel Rhythmus, Taktgefühl und virtuosem Spiel mit den Schlägeln begeisterten sie gleich zum Auftakt das Publikum im „Kronen“-Saal, bevor Bürgermeister Joachim Schuster die bunte Narrenschau begrüßte.

Stolz auf die bunte Narrenschar in der Stadt

„In Anbetracht dessen, dass außerhalb der Stadtgrenzen kein Zunftabend mehr auf die Beine gestellt wird, ist es großartig, was die Neuenburger Narren alles schaffen“, ist der Rathauschef sichtlich stolz auf die bunte Narrenschar in der Zährignerstadt.

„Stadt, Land Fluss und Bleemle-Meer, wenn alles doch so eifach wär…“:   Das Motto der diesjährigen Kampagne stellte Zunftmeister Tobias Anlicker von der Narrenzunft „D’Rhiischnooge“ in den Mittelpunkt. Wie es sich für Schnooge gehört, wurde kräftig gestupft. „S’Rothuus isch beim Traumhäuser baue fix, doch g’schafft isch bis jetzt wirklich noch nix“, stellte er fest, zeigte sich aber zuversichtlich, dass bis zur Landesgartenschau alles fertig wird. „S’isch gar nimmi viel, nur noch drei Kreisel, de Wuhrlochpark, d’Schlüsselstroß und die Rheingärten.“

Zudem überreichte der Zunftmeister noch den  Narrenorden an den Chef der Burghexen, Yannik Domagala, und gratulierte zum 33-jährigen Bestehen der Hexen.

Bernhard Winterhalter berichtet vom Rentnerleben

Geschliffene alemannische Verse, dafür steht auch der ehemalige „Vogt vu Chandern“, Bernhard Winterhalter, in der Bütt. Er berichtete vom Rentnerleben im CDU (Club der Unruheständler) und seinem jüngsten Betätigungsfeld als Reiseveranstalter für Seniorenreisen. Sicherheitshalber ist dabei auch „KaBaRett“ mit an Bord – der katholisch barmherzige Rettungsdienst.

Höhepunkt war der Auftritt der stimmgewaltigen BNZ-Clownerie aus Freiburg – sie nahmen gekonnt das Weltgeschehen ins Visier – aber auch das in Europa, Deutschland, im Ländle und in Freiburg. Sie zeigten dabei  klare Kante: „Menschlichkeit ist gefragt und Courage angesagt“, betonten sie angesichts der Flüchtlingsboote auf dem Mittelmeer. Mit gleicher Vehemenz kritisierten sie auch die AfD.

Mit „gäl Fraekl“ (gelben Westen) kam das elsässische Mundartduo Christine Wolff und Pier Zeidler in die Bütt und nahm sich humorvoll unter anderem der Proteste gegen Präsident Macron an.

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