Neuenburg „Bunt, blühend und inspirierend“

Alexander Anlicker

Mit bunten Tanzvorführungen, symphonischer als auch peppiger Blasmusik, Glocken- und Alphornklängen sowie der symbolischen Flaggenübergabe gingen am Montag 164 Tage Landesgartenschau in Neuenburg zu Ende. „Es heißt Abschied nehmen“, sagte Neuenburgs Bürgermeister Joachim Schuster, der in einem symbolischen Akt die Landesflagge an Ministerialdirektorin Grit Puchan vom Ministerium für Ernährung und ländlichen Raum überreichte, die die Flagge an den Oberbürgermeister der Stadt Wangen im Allgäu, Michael Lang, weitergab. Dort findet im Jahr 2024 die nächste Landesgartenschau statt.

Von Alexander Anlicker

Neuenburg am Rhein. Der Neuenburger Rathauschef hieß neben der Abordnung aus Wangen im Allgäu auch Ministerialdirektorin Puchan, Landrätin Dorothea Störr-Ritter, Regierungsvizepräsident Clemens Ficht sowie Tobias de Haan und Gerhard Huggenschmidt von der Fördergesellschaft bwgrün willkommen.

Die Stadt habe mehr als zwölf Jahre auf diesen Sommer hingearbeitet. „Die Landesgartenschau sei ein Stück Geschichte der Stadt, auf das wir stolz sein können“, betonte Schuster und ergänzte: „Wir konnten nicht nur an 164 Tagen Begegnungen genießen, sondern haben auch den Grundstein für Neuenburgs neues grünes Wohnzimmer gelegt.“

Er verwies dabei auf den fünfgruppigen Kindergarten im Wuhrlochpark, der vor wenigen Wochen den Betrieb aufgenommen hat, den Naturkindergarten in den Rheingärten, der demnächst starten wird sowie die beiden Spielplätze. Schuster nannte zudem die städtebaulichen Projekte, wie den erst Ende Juli eröffneten Bertholdturm oder die drei neuen Kreisverkehre.

Stadt und Rhein sind aneinander gerückt

Gleichzeitig seien immer noch Auswirkungen der Corona-Pandemie zu spüren gewesen, sagte der Bürgermeister und verwies auf die hohen Infektionszahlen im Sommer, die für einige ausgefallene Veranstaltungen gesorgt hätten. Das große Ziel jedoch sei erreicht worden – Stadt und Rhein seien barrierefrei aneinandergerückt. Schuster lobte insbesondere das Engagement der mehr als 350 ehrenamtlichen „Rheinheimischen“.

Ministerialdirektorin Puchan bezeichnete die Flaggenübergabe als symbolischen „Schlusspunkt unter ein grandioses Gartenfestival“. Es habe sich gelohnt: Neuenburg habe sich so positiv entwickelt, wie es sonst nicht möglich gewesen wäre, betonte die Landespolitikerin in ihrem Grußwort. Gartenschauen seien Großprojekte, die einen hohen ökologischen Wert hätten. Neuenburg war „bunt, blühend und inspirierend“. Während die Landesgartenschau zu Ende gehe, blieben die „wunderbaren Einrichtungen bestehen“, sagte Puchan und ergänzte, dass die Landesgartenschauen nachhaltig das Bild einer Stadt veränderten.

„Wir haben großen Respekt, für das, was Sie auf die Beine gestellt haben“, sagte Wangens Oberbürgermeister Michael Lang in seinem Grußwort. Was diese Landesgartenschau geprägt habe, sei die Gastfreundschaft, erinnerte Lang an seine Besuche in Neuenburg.

Etwas Wehmut schwang bei den rund 350 ehrenamtlichen Helfern mit. „Ich falle bestimmt in ein großes Loch“, sagte Gabi Kappeler. Sie hat über den Sommer verteilt mehr als hundert Schichten als ehrenamtliche „Rheinheimische“ auf der Gartenschau übernommen. „Ich habe sehr viele positive Erfahrungen gemacht“, ergänzt sie. Und Ingrid Fritz-Wölpert, die mit Kappeler noch einmal Dienst am Eingang versah, berichtet: „Wir hatten Tage, da war sehr viel los, aber auch ruhige Tage.“ Sie erzählt von vielen netten Gespräche mit den Gästen, die aus der Schweiz, Frankreich und sogar aus Slowenien den Weg zur Gartenschau gefunden hatten. Anstrengend seien die ganz heißen Tage sowie jetzt Ende September die nassen und kalten Tage gewesen, ergänzt sie.

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